Mai24
Handyrechnung in Höhe von 51.716,64 Euro
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein berichtet in einer Pressemitteilung, dass einem O2-Kunden aus eben jenem Bundesland eine Handyrechnung in Höhe von 51.716,64 € zuzüglich Mehrwertsteuer gestellt wurde.
Der unerfahrene Kunde dachte während eines Frankreich-Urlaubs, dass er mit seinem Data Flat Tarif auch im Ausland über UMTS mobil ins Internet gehen könnte und mit der monatlichen Grundgebühr von 21 Euro alle Kosten abgegolten wären. Der lokale Anbieter Orange France sah das natürlich anders und berechnete für 30 Minuten teilweise bis zu 1.859,36 € (zuzüglich Mehrwertsteuer)! Umgerechnet sind das über 62 Euro pro Minute.
O2 gewährte dem Kunden aus Kulanz einen Rabatt in Höhe von rund 13.000 Euro, so dass insgesamt “nur noch” etwa 46.000 Euro zu zahlen waren.
Während der 13 stündigen Internet-Session hatte der Urlauber übrigens Filme auf sein Notebook geladen.
Die Verbraucherzentrale bemängelt, dass es Kunden schwer gemacht wird, im Vorfeld abzuschätzen, welche Kosten bei der Handynutzung im Ausland auf sie zukommen und dass Preise in dieser Höhe in keiner Relation zur gebotenen Leistung stehen.
Persönlich denke ich, dass es heutzutage eigentlich allen Handynutzern klar sein sollte, dass die Roaming-Preise im Ausland jenseits von gut und böse liegen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass man vor der Abreise die anfallenden Kosten und Gebühren überprüft. Nur so ist man vor solch unliebsamen Überraschungen geschützt!
Foto: © Claudia Hautumm/PIXELIO



