Alle Beiträge zum Stichwort 'Kurios'

ICE Notruf Nummern im Handy ein Virus?

ICE - In case of emergency In der letzten Zeit wurde offenbar vermehrt per E-Mail verbreitet, dass Rettungsdienste wie die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) oder der Arbeiter-Samariter-Bund empfehlen, die Rufnummern von Angehörigen im Handy unter dem Kürzel “ICE” für Notfälle abzuspeichern. So sollen Helfer und Rettungskräfte bei einem Unfall angeblich schnell und einfach die Angehörigen ausfindig machen und benachrichtigen können.

ICE steht dabei laut den E-Mails für “In Case of Emergency” und ist international gültig. Falls mehrere Personen kontaktiert werden sollen, wird geraten, die Einträge zu nummerieren (ICE1, ICE2, ICE3, usw.).

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Spiel löscht Dateien auf der Festplatte

Lose/Lose Ältere Spiele-Fans werden sich sicherlich an das legendäre “Space Invaders” erinnern. In dem 1978 erschienenen Spiel steuert man ein Raumschiff und muss anfliegende “Aliens” bekämpfen. Der Künstler Zach Gage hat nun mit “Lose/Lose”, ein ähnliches Spiel programmiert – allerdings haben die Schüsse auf die Raumschiffe ziemlich reale Folgen: für jedes zerstörte Raumschiff wird eine zufällige Datei auf der Festplatte gelöscht.

Dies soll die Computerspieler zum Nachdenken über Gewalt und virtuelles Eigentum anregen. Berührt ein “feindliches Raumschiff” das Raumschiff des Spielers, löscht sich das Spiel sogar selbst. In der – etwas wirren – Beschreibung, die sich auf der Webseite von Zach Gage findet, wirft der Künstler die Frage auf, warum Menschen Aliens überhaupt als Feinde betrachten…

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Wunderhandy Samsung SGH-I900 Omnia

Samsung-Omnia-i900 Bereits Anfang dieses Jahres wurde das Samsung Omnia, oder auch technisch SGH-I900, als weiterer Konkurrent für das iPhone3G angekündigt. Auf dem Papier sieht es tatsächlich so aus, als könnte das Touchscreen-Smartphone den ein oder anderen Kaufinteressenten von Apple zu Samsung locken.

W-LAN, HSDPA, UMTS und EDGE sollen für allzeit schnelle Verbindung sorgen. In der Oberklasse fast schon selbstverständlich: GPS für die mobile Navigation.

Auch die Kamera trumpft mit einer Auflösung von fünf Megapixeln richtig auf und bei acht Gigabyte Speicherplatz findet sich nicht nur Platz für Fotos und Videos, sondern beispielsweise auch für Musik, die sich dank integriertem MP3-Player und mitgeliefertem High-End-Headset jederzeit genießen lässt. Insgesamt kann der Speicher per microSD-Karte auf bis zu 16 Gigabyte erweitert werden.

Für iPhone-Fans und Touchscreen-Liebhaber ist wohl jedoch vor allem das 3,2 Zoll Display mit einer Auflösung von 240 x 400 Pixel interessant. Allerdings liefert Samsung einen so genannten “Stylus”, also einen speziellen Bedienstift für das Display mit. Vielleicht ein Hinweis, dass sich der Touchscreen mit Wurstfingern doch nicht so simpel bedienen lässt, wie beim Konkurrent iPhone?

Um diese Feinheiten soll es nun jedoch gar nicht gehen, sondern um die Zeremonie des “Unboxing“, als des Auspackens. Einige Technik-Enthusiasten zelebrieren das Auspacken eines neu gekauften Produktes bis ins letzte Detail und stellen entsprechende Videos vom “Auspack-Vorgang” ins Internet. Auch für das Samsung Omnia findet sich bereits eine stattliche Anzahl davon. Das folgende ist aber bei weitem das spektakulärste Unboxing-Video:

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Yigg tritt mit Redesign voll ins Fettnäpfchen

Screenshot der neuen Yigg-Webseite Das Social-News-Portal yigg.de hat kürzlich sein Design überarbeitet und damit einen Proteststurm der Nutzer ausgelöst! Unzählige Blogger haben entrüstete Beiträge geschrieben und selbst auf der Startseite von Yigg findet man außer einer einzigen positiven Meinung nur negative Schlagzeilen: “Altes YiGG, oder wir sind weg”und “Yigg mit neuer Optik und verärgerten Usern” sind da noch zurückhaltend formuliert.

Eine besonders kreative Erklärung für das neue Design liefert allerdings “grobekelle”. Er stellt die These auf, dass das schlechte Design nur ein genialer Linkbait von Yigg ist. Seine Hoffnung, dass Yigg schon bald mit der endgültigen, hübscheren Version überrascht, wenn genug Backlinks aus der deutschen Blogosphäre zusammengekommen sind, teilen wahrscheinlich viele andere Blogger. Ich persönlich glaube nicht daran und finde Infopirat.com immer attraktiver.

Peer Wandiger hat sich die Mühe gemacht und alle Fehler analysiert, die zu diesem Desaster geführt haben. Wenn man bei Deutsche-Startups und Frank Helmschrott liest, dass Yigg angeblich mehrere hundertausend Euro Risikokapital bekommen hat, ist das Resultat des Redesigns wirklich beschämend. Die Software- und Usability-Fehler setzen der ganzen Misere schlussendlich noch die Krone auf.

Dabei hätte ein simpler Beta-Test mit den aktivsten Nutzern der Community sicher großen Schaden verhindern können. Anscheinend ist es auch bei “Web 2.0″-Unternehmen wie Yigg noch nicht bis zu den Entscheidern vorgedrungen, dass Nutzer eingebunden werden wollen und man so zusätzlich die Resultate verbessern und peinliche Fauxpas vermeiden kann.

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Nicht mehr benötigte Verträge weiterverkaufen

Verschiedene Personen verhandeln miteinander Hat man keine Verwendung mehr für seinen Handy-, DSL-, Leasing-, Fitnesscenter- oder PayTV-Vertrag kann man seit neustem bei Oxami.com eine kostenlose Verkaufsanzeige veröffentlichen. Falls jemand Interesse an einer Vertragsübernahme hat, kann derjenige auf der Plattform ein Gebot für den Vertrag abgeben. Sind die Vertragskonditionen besonders gut, sieht der Betreiber Rainer Schmeißer sogar Verdienstmöglichkeiten für die Vertrags-Verkäufer.

Laut Deutsche-Startups sind die Aktivitäten bei Oxami allerdings noch sehr gering und:

Die Website wirkt auf den ersten Blick wie der Erstversuchs eines Grundschülers. So etwas könnte potenzielle Nutzer abschrecken.

Interessanterweise gibt es seit letztem Jahr bereits ein ähnliches Angebot nur für Handyverträge. Tatsächlich sieht Bayanoo.de schon um einiges ausgereifter und professioneller aus. Die “Handyvertragstauschbörse” listet bei meinem Test auch schon ziemlich viele Verträge auf, allerdings sind die meisten eher uninteressant. Viele Anbieter machen auch zu wenig Angaben über das mitgelieferte Handy, falls sie überhaupt bereit sind es mit anzubieten. Wer keine Angaben zu Hersteller und Modell macht, sondern lediglich den Zustand als “gut” beschreibt, wird wohl kaum Interessenten für seinen Altvertrag finden können. Eine ausführlichere Suchfunktion mit mehr Auswahlmöglichkeiten würde hier helfen die Angebote besser filtern zu können. Bislang ist wohl immer noch eBay die Referenz um uninteressante Verträge weiterzuverkaufen!

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Telefonsex über TRC Telemedia oder MC Multimedia?

Angeblich hatte jemand über ihren Anschluss Telefonsex und jetzt flattert eine Mahnung der TRC Multimedia AG oder “MC Multimedia” über 60, 75 oder gar 190 Euro ins Haus? Kein Grund zur Beunruhigung oder voreiliger Panik!

Wie so oft basiert das dahinterstehende Geschäftsmodell auf der Angst und Unwissenheit der Verbraucher. Selbstverständlich möchte kein vernünftiger Mensch eine Mahnung oder gar einen SCHUFA-Eintrag riskieren, aber in solchen Fällen sind die Befürchtungen meist völlig unbegründet. Als erstes sollte man mit Hilfe des Einzelverbindungsnachweises überprüfen, ob die im Anschreiben angegebenen Rufnummern überhaupt gewählt wurden. Höchstwahrscheinlich wird dies nicht der Fall sein und man kann zurückschreiben, dass es an einem wirksamen Vertragsabschluss mangelt und Beweise für die angebliche Nutzung der Telefonsex-Dienstleistung fordern. Weitere Drohungen mit Zwangsvollstreckungen, Klagen, Strafanzeigen oder SCHUFA-Einträgen kann man getrost ignorieren. Bisher sind noch keine Fälle bekannt, in denen diese Unternehmen wirklich bis vor Gericht gegangen sind. Die Betreiber wissen genausogut wie die Verbraucherzentralen, dass ihre Forderungen einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten würden!

Firmen wie die TRC Multimedia AG oder MC Multimedia bauen darauf, dass sich viele Menschen irgendwann einschüchtern lassen und einfach bezahlen, um die lästige Sache zu beenden. Wenn sich keine stichhaltigen Beweise für angebliche Anmeldungen oder Nutzungen irgendwelcher Dienstleistungen liefern lassen, lautet die wichtigste Regel also: Nicht nachgeben!

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Die im Video angesprochene Sammlung der kuriosesten Inkasso-Briefe findet sich bei Computerbetrug.de

Auch dort wird abermals darauf hingewiesen, dass man sich nicht voreilig von Anwälten oder Inkassofirmen einschüchtern lassen sollte!

Eine weitere Warnung findet sich beim Senioren-Kompass, denn gerade ältere Menschen sind teilweise etwas unbeholfen wenn es um Technik und Telekommunikation geht und lassen sich deshalb leider oft einfacher einschüchtern und zur Zahlung bewegen.

85 Kommentare »Spam

Vorsicht vor dem Nachbarn

Die Einladung zur Nachbarschaft per E-Mail kann ganz schnell böse Folgen haben. Spätestens wenn die erste Rechnung im Briefkasten liegt, wünscht man sich lieber nie etwas von seinen neuen “Nachbarn” gehört zu haben. Selbst wenn der Nachbar eine Nachbarin ist, die Lena heißt und exklusiv in das Nachbarschafts-Netzwerk einlädt, sollte man skeptisch bleiben.

Einladung deines Nachbars, deiner Nachbarin
Exklusiv für den Nutzer der eMail:

Du wurdest von der in der Betreffzeile erwähnten Person in das
Nachbarschafts-Netzwerk eingeladen!

Du findest im Nachbarschafts-Netz viele deiner Nachbarn wieder und
kannst diese direkt in deine Freundesliste aufnehmen.
Finde nette Leute in deinr Umgebung mit genau deinen Interessen durch
unsere wissenschaftliche Matchingfunktion.

Nachdem erst “nur” E-Mails von Nachbarschafts-Netz, Nachbarn24, Nachbarschaftspost und wie sie alle heißen, verschickt wurden, wird nun auch Zuhause angerufen. Angeblich gibt es wichtige Nachrichten vom Nachbarn, die beispielsweise auf www.nachbarschaftspost.com mit einem Code abgerufen werden können. Auch ich habe schon mehrere dieser Nachrichten auf der Mailbox vorgefunden, aber immer sofort gelöscht. Mittlerweile bin ich richtig genervt, da heute schon wieder ein Anruf dieser Art hier ankam:

Für Sie liegt eine wichtige Nachricht Ihres Nachbarn bereit. Um die Nachricht abzurufen, gehen Sie bitte auf unser Internetportal und geben Sie Ihren persönlichen Code ein.
Bitte notieren Sie: www.nachbarschaftspost.com

Natürlich gibt es keine Nachricht, die E-Mails und Anrufe dienen nur dem Zweck möglichst viele Leute zur Anmeldung zu locken! Die Mitgliedschaft auf diesen Seiten ist nämlich an ein Abonnement gekoppelt und kostet über die Laufzeit von zwei Jahren richtig Geld… Bei 9 Euro Monatsgebühr kommen insgesamt Kosten von 216 Euro auf die Mitglieder zu! Allerdings ist mittlerweile überall zu lesen, dass diese Kosten und Gebühren nicht gezahlt werden müssen, da es sich bei diesen Nachbarschaftsdiensten um Angebote der sogenannten “Nutzlosbranche” handelt. Das gesamte Geschäftsmodell besteht nur darin, Webseiten mit versteckten Abos und Vertragsfallen zu erstellen und dann die Angst der Verbraucher zu nutzen, um über Mahnungen und Inkasso-Briefe abzukassieren.

Inzwischen gab es auch bei verschiedenen Fernsehsender Berichten über Nachbarschaftspost und Nachbarschaft24:

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Fazit: Gleich löschen, nicht anmelden und nicht weiter beachten!

Hier passend zum Thema noch eine Sammlung der kuriosesten Inkasso-Briefe. Was zu tun ist, wenn man sich angemeldet hat, erfährt man ebenfalls bei computerbetrug.de.

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Furchtbar schlechte Werbung oder “Das Rampenfest”

Ich bin ganz sicher kein Fachmann für Werbung, Marketing oder irgendetwas das entfernt damit zu tun hätte und bisher war Werbung auch kein großes Thema in diesem Blog, ABER ich liebe Autos von BMW! Aus diesem Grund muss ich heute einfach mal meinen Frust über die unbeholfenen Werbekampagnen von BMW ablassen.

Meiner Meinung nach ist es wirklich schade, dass die Marketingabteilung dieser Firma, die so großartige und faszinierende Autos baut, nicht nur so furchtbar schlechte Kampagnen zulässt, sondern wahrscheinlich auch noch viel Geld dafür bezahlt. Wer nicht weiß wovon ich schreibe wird sich fragen was dieser komische Blogger da faselt. Die hochbezahlten und hochqualifizierten Leute bei BMW werden schon wissen was sie tun…

Genau das dachte ich auch, als ich die ersten kritischen Beiträge zur PR-Kampagne für “BMW ConnectedDrive” gelesen habe. Wenn man sich aber das YouTube-Video anschaut, greift man sich wirklich an den Kopf und muss sich fragen wer das abgesegnet hat!

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Die Kommentare der sonst ziemlich begeisterungsfähigen YouTube-Nutzer bei der englischsprachigen Version des Videos sagen schon ziemlich viel über die Qualität des Clips und den Einfallsreichtum der Werbeagentur aus…

Welcher Hirntote hat das denn geschrieben?

Wie schlecht ist das denn…

Tja, das fragt man sich wirklich. Zum Glück ist das Video nur 3:50 Minuten lang, so wird einem nicht allzu viel Zeit gestohlen. Selbst auf der Webseite der Internet World Business liest man: “Die dümmsten Spam-Werber des Jahres

Der Titel bezieht sich allerdings eher auf die noch unbeholfeneren “Bekanntmachungsversuche” des als “viral” geplanten Clips. Thomas Knüwer vom Handelsblatt beschreibt auf Indiskretion Ehrensache wie Brand PR in verschiedenen Blogs die Kommentarfunktion dazu genutzt hat, um ihre Pressemitteilung zu verbreiten.

Die “ConnectedDrive”-Aktion hat sicher auch ihre Komik, wäre mir allein aber nicht unbedingt einen entrüsteten Blog-Eintrag wert gewesen. Heute Abend habe ich jedoch bei ConnectedMarketing einen recht begeistert klingenden Beitrag über eine weitere virale BMW Kampagne für den amerikanischen Markt gelesen…

Das Rampenfest in Oberpfaffelbachen

oder “The Ramp Movie” ist, wie schon beschrieben, eine weitere virale Kampagne von BMW. Das Video, beziehungsweise der Film, soll das neue (wunderschöne) 1er Coupé bewerben. Meiner Meinung nach geht das total nach hinten los, weil der Film furchtbar langweilig, langatmig und überhaupt nicht lustig ist. Außerdem sieht man ziemlich wenig vom wichtigsten Darsteller: dem 1er Coupé!

Wer sich selbst überzeugen will kann das natürlich gerne tun. Ich persönlich empfehle es nicht, mit seiner Zeit kann man wirklich besseres anfangen, zum Beispiel Bilder oder Videos vom 1er Coupé anschauen.

Das Auto ist wirklich klasse, aber was bringt ein Werbefilm in dem man nichts (oder fast nichts) vom Produkt sieht? Die meisten Leute haben sicherlich wenig Lust sich einen so langen Werbefilm anzusehen, außer sie sind an BMW oder Werbung (viralem Marketing) interessiert. Hierbei setze ich natürlich voraus, dass die Nutzer den werblichen Hintergrund bemerken, beziehungsweise bewusst wahrnehmen. Und selbst den Leuten, die es nicht wahrnehmen unterstelle ich wenig Interesse an einer langatmigen Dokumentation über eine komische Rampe im bayrischen Hinterland. Ich frage mich wirklich wer sich dieses Video anschauen und weiterempfehlen soll!?

Selbst das Prädikat “liebevoll gemacht” trifft es meiner Meinung nach nicht. Der ehrgeizige Versuch war da, das sieht man. Die Einwohner aus dem bayrischen Dorf und ihr komisches, hinterwäldlerisches Verhalten sollen witzig wirken. Auf mich persönlich wirkt es aber nur völlig durchschaubar und ziemlich angestrengt. Eben wie ein Wink mit einem alten, dreckigen Zaunpfahl von einer Kuhweide aus Oberpfaffelbachen…

Mehr Links zum Thema gibt es im Automobil-Blog und eine weitere Warnung vor der gestohlenen Zeit (“but be forewarned, you’ll never be able to get that 30+ minutes of your life back”) auf autoblog.com

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Yahoo nur für Arme, Reiche nutzen Google!?

Google-Nutzer reicher als Yahoo-Nutzer?Die Aussage “Arme nutzen Yahoo, Reiche Google” liest sich erst einmal sehr krass, aber wenn man die Hintergründe kennt, relativiert sich das ganze sehr schnell. Hier also die Erklärung, warum die einkommensschwachen Bürger angeblich eher mit Yahoo suchen:

Laut einer Studie von Hitwise wird Yahoo von jüngeren Surfern stärker genutzt als Google, so weit, so gut und so unspektakulär. Heather Hopkins hat die reinen Altersdaten aber nochmals gegen “Lifestyle”-Daten gecheckt und grafisch dargestellt. Je größer die Punkte/Kreise auf den Achsen des kartesischen Koordinatensystems, desto größer die Tendenz (!), dass die Surfer mehr als 500 US$ (!) online ausgegeben haben…

Die grafische Darstellung ist, vereinfacht gesagt, ein Quadrat, welches in vier Teile/kleine Quadrate unterteilt ist. Unten rechts (x-Achse) sind die Google-Nutzer abgebildet, oben links (y-Achse) die Yahoo-Nutzer. Im vierten Quadranten des Koordinatensystems (unten rechts) finden sich also Gruppen, die bevorzugt Google nutzen, wie zum Beispiel die “wohlhabenden Vorstädter” (affluent suburbia) oder die “vornehmen Amerikaner” (upscale America). Die Kreise sind ziemlich groß, entsprechend der Wahrscheinlichkeit, dass diese Nutzer schon mal für 500 US-Doller und mehr online eingekauft haben.

Im zweiten Quadranten (links oben) dagegen, der die Yahoo-Nutzer repräsentiert, fallen hauptsächlich drei kleinere Kreise ins Auge, die die “sich abmühenden Gesellschaften” (struggling societies), die “(Fabrik-)Arbeiter” (blue collar backbone) und die “abgeschiedenen Amerikaner” (remote America) darstellen…

Techcrunch.com hat diese Studie aufgegriffen und mit ähnlichem Titel veröffentlicht (Poor People More Likely Use Yahoo, Those Better Off To Use Google). Der Autor, Duncan Riley, hat am Ende des Beitrags das scherzhaft gemeinte Statement abgegeben, dass sich mit dieser Studie wohl das Rätsel um Yahoo erklären lässt.

Obwohl Yahoo bei der Suche nur die weit abgeschlagene Nummer zwei ist, muss sich Google beim Traffic dennoch geschlagen geben. Normalerweise könnte man ja annehmen, dass Yahoo aus diesem Grund trotzdem ähnliche Ergebnisse bringt (ähnlich gut konvertiert) wie Google, was aber nicht der Fall ist. Duncan Riley ließ sich nun dazu hinreißen, dies mit der Studie zu verknüpfen und schrieb, dass die schlechteren Erträge von Yahoo-Traffic wohl auf die ärmeren Nutzer zurückzuführen wären

Der erste Kommentar fiel auch gleich entsprechend extrem aus:

Yahoo = trailer trash

(Übersetzung: trailer trash [sl.] = Abschaum)

Klar, dass das nicht lange gut gehen konnte und sich auch einige Leute finden würden, die sich von dieser Studie und den bisher getroffenen Aussagen angegriffen fühlen würden…

irresponsible journalism used to get people fired…techcrunch is getting more and more like fuckedcompany in the day…a complete waste of braincells.

Inzwischen gibt es ein Update zum Beitrag in dem klar gestellt wird, dass die Zahlen der Studie selbstverständlich nicht absolut sind und natürlich auch Reiche Yahoo nutzen und umgekehrt. Duncan Riley schreibt, dass er mit der Analyse der Studie und der Zahlen niemanden diskriminieren wollte, sondern lediglich die Daten nutzen wollte, um Märkte besser zu verstehen.

All data is good if it helps us understand markets and in this case the user base on two of the largest internet companies there is.

Meiner Meinung nach wird sofort deutlich, dass die Studie nicht aussagekräftig sein kann, wenn man bei Hitwise liest, dass es lediglich um Tendenzen in bestimmten Gruppen geht, 500 oder mehr US-Dollar beim Online-Shopping ausgegeben zu haben. Natürlich ruft es ein komisches Gefühl hervor wenn man liest, dass Yahoo eher von armen Menschen genutzt wird und Google von Reichen. Der erste Impuls veranlasst einen normalerweise seine Gewohnheiten und Vorlieben zu überdenken und wenn man zu den, so unfreundlich und ausdrücklich als “arm” im negativen Sinne, bezeichneten Yahoo-Nutzern zählt, ärgert einen das selbstverständlich.

In den Kommentaren bei Techchrunch wurden die Daten auch noch nach Kreativität und Technikbegeisterung der Nutzer auszulegen versucht. Was meint ihr dazu? Kann man eine so große Anzahl von Nutzern überhaupt in bestimmte Kategorien einordnen? Ich würde sagen, der große graue Kreis im ersten Quadranten (bedeutet sowohl Google- als auch Yahoo-Nutzung) mit der Bezeichnung “unterschiedliche Lebensstile” (varying lifestyles) spricht Bände…

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VIP Nummer 0172/3456789 wird bei eBay angeboten

Bei eBay kann aktuell auf eine sehr interessante VIP Handynummer geboten werden, die Auktion läuft noch bis 12:30 Uhr am 30.07. Angeboten wird eine Vodafone CallYa-Karte mit der Rufnummer 0172 3546789

Das aktuelle Gebot liegt drei Tage vor Auktionsende schon bei 2.720 Euro, ein stolzer Preis für eine Handynummer. In letzter Zeit werden aber immer öfter spezielle “VIP”-Nummern angeboten und auch gekauft. In Telekommunikationsforen häufen sich Anfragen wie “Wie viel ist 01XX/XXXXX wert?”. Es gibt sogar Agenturen, die sich auf den An- und Verkauf von Handynummer spezialisiert haben.

Bei 81 Geboten und noch 3 Tagen Laufzeit ist zu erwarten, dass der Preis der Nummer 0172 3546789 noch stark steigen wird. In der Vergangenheit wurden für deutliche uninteressantere Nummern ebenfalls sehr hohe Preise gezahlt. Der Verkäufer hat noch eine andere Nummer als Sofortkauf im Angebot, 01520 4888888, für die er auch schon 1.222,22 Euro haben will. Es gibt bereits 4 Preisvorschläge, die aber wohl alle zu niedrig waren und abgelehnt wurden. Ich persönlich finde Nummern mit vielen gleichen Ziffern, aber auch schwieriger zu merken, als Ziffernfolgen oder Ziffernkombinationen. Von diesem Gesichtspunkt aus, ist 01723456789 wirklich optimal!

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