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Stephanie Rosler nervt mit Spam-Mails

Computer wird mit Spam überflutet Letzte Woche war es Werbung für Umfragenscout, nun geht es um das nicht unbedingt viel seriösere Projekt Reisetester.com. Doch egal um was es sich genau dreht, die nervigen Spam-Mails haben eines gemeinsam: Alle kommen von der ominösen Stephanie Rosler von hierweiter.com.

Eine direkte Eingabe der Adresse hierweiter.com führt nur zu einer weißen Seite ohne Inhalt. Möchte man erfahren, wer hinter den vielen unerwünschten Mails steckt, startet man am besten eine Whois-Abfrage. Normalerweise lässt sich dadurch schnell herausfinden, wer eine bestimmte Domain registriert hat und wo sie gehostet ist. Bei .com Domains lassen sich diese Registrierungsinformationen auch maskieren, aber das ist bei hierweiter.com nicht der Fall. Domaintools nennt die, schon vom Umfragenscout-Spam bekannte, 3Cats Media Corporation aus Belize als Eigentümer. Eine Suche bei Google zu 3Cats Media, Umfragenscout oder Reisetester offenbart schnell den Geschäftszweck dieser Firma.

Wie bei Umfragenscout wird auch bei Reisetester eine jährliche “Teilnahmegebühr” für die Eintragung auf der Webseite erhoben. Auf der Startseite wird momentan nicht darauf hingewiesen, sodass die Kosten für die meisten Besucher sicher überraschend in Rechnung gestellt werden.

Screenshot der Reisetester-Webseite

Erst bei den “Häufig gestellten Fragen” wird deutlich, dass Reisetester für 89 Euro jährlich “3 x 3 Übernachtungen in Hotels Ihrer Wahl” verspricht. In der E-Mail von Stephanie Rosler ist von den Gebühren allerdings keine Rede:

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Spam: Nebenverdienst mit Umfragenscout

Eine Frau greift gierig nach 50 Euro Scheinen Geworben wird mit verlockenden Gehaltsangeboten wie “1.000 Euro monatlicher Nebenverdienst”. Ziel ist aber lediglich den ahnungslosen Empfängern eine Jahresgebühr von 99 Euro abzuluchsen! In der letzten Spam-Mail versprach die Firma Milton Organics Limited aus Zypern man könne ganz einfach mit Online-Banking und Überweisungen 1000 Euro pro Woche verdienen, nun sind es zwar nur 1000 Euro pro Monat, aber dafür muss man angeblich auch nur eine Stunde pro Woche ein paar Umfragen beantworten. “Stephanie Rosler” vom “Nebenverdienst-Team” hat mir diesen Hinweis unaufgefordert zugeschickt. Das in der Spam-Mail verlinkte Impressum verweist allerdings auf die “3Cats Media Corp.” aus Belize. Mit knapp 23.000 km² ist Belize übrigens fast ebensogroß wie unser Bundesland Hessen, liegt aber zwischen Mexiko und Guatemala. ;-)

Aber genug aus Zentralamerika, hier der vollständige Text der E-Mail:

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Telefonsex über TRC Telemedia oder MC Multimedia?

Angeblich hatte jemand über ihren Anschluss Telefonsex und jetzt flattert eine Mahnung der TRC Multimedia AG oder “MC Multimedia” über 60, 75 oder gar 190 Euro ins Haus? Kein Grund zur Beunruhigung oder voreiliger Panik!

Wie so oft basiert das dahinterstehende Geschäftsmodell auf der Angst und Unwissenheit der Verbraucher. Selbstverständlich möchte kein vernünftiger Mensch eine Mahnung oder gar einen SCHUFA-Eintrag riskieren, aber in solchen Fällen sind die Befürchtungen meist völlig unbegründet. Als erstes sollte man mit Hilfe des Einzelverbindungsnachweises überprüfen, ob die im Anschreiben angegebenen Rufnummern überhaupt gewählt wurden. Höchstwahrscheinlich wird dies nicht der Fall sein und man kann zurückschreiben, dass es an einem wirksamen Vertragsabschluss mangelt und Beweise für die angebliche Nutzung der Telefonsex-Dienstleistung fordern. Weitere Drohungen mit Zwangsvollstreckungen, Klagen, Strafanzeigen oder SCHUFA-Einträgen kann man getrost ignorieren. Bisher sind noch keine Fälle bekannt, in denen diese Unternehmen wirklich bis vor Gericht gegangen sind. Die Betreiber wissen genausogut wie die Verbraucherzentralen, dass ihre Forderungen einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten würden!

Firmen wie die TRC Multimedia AG oder MC Multimedia bauen darauf, dass sich viele Menschen irgendwann einschüchtern lassen und einfach bezahlen, um die lästige Sache zu beenden. Wenn sich keine stichhaltigen Beweise für angebliche Anmeldungen oder Nutzungen irgendwelcher Dienstleistungen liefern lassen, lautet die wichtigste Regel also: Nicht nachgeben!

Die im Video angesprochene Sammlung der kuriosesten Inkasso-Briefe findet sich bei Computerbetrug.de

Auch dort wird abermals darauf hingewiesen, dass man sich nicht voreilig von Anwälten oder Inkassofirmen einschüchtern lassen sollte!

Eine weitere Warnung findet sich beim Senioren-Kompass, denn gerade ältere Menschen sind teilweise etwas unbeholfen wenn es um Technik und Telekommunikation geht und lassen sich deshalb leider oft einfacher einschüchtern und zur Zahlung bewegen.

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Vorsicht vor dem Nachbarn

Die Einladung zur Nachbarschaft per E-Mail kann ganz schnell böse Folgen haben. Spätestens wenn die erste Rechnung im Briefkasten liegt, wünscht man sich lieber nie etwas von seinen neuen “Nachbarn” gehört zu haben. Selbst wenn der Nachbar eine Nachbarin ist, die Lena heißt und exklusiv in das Nachbarschafts-Netzwerk einlädt, sollte man skeptisch bleiben.

Einladung deines Nachbars, deiner Nachbarin
Exklusiv für den Nutzer der eMail:

Du wurdest von der in der Betreffzeile erwähnten Person in das
Nachbarschafts-Netzwerk eingeladen!

Du findest im Nachbarschafts-Netz viele deiner Nachbarn wieder und
kannst diese direkt in deine Freundesliste aufnehmen.
Finde nette Leute in deinr Umgebung mit genau deinen Interessen durch
unsere wissenschaftliche Matchingfunktion.

Nachdem erst “nur” E-Mails von Nachbarschafts-Netz, Nachbarn24, Nachbarschaftspost und wie sie alle heißen, verschickt wurden, wird nun auch Zuhause angerufen. Angeblich gibt es wichtige Nachrichten vom Nachbarn, die beispielsweise auf www.nachbarschaftspost.com mit einem Code abgerufen werden können. Auch ich habe schon mehrere dieser Nachrichten auf der Mailbox vorgefunden, aber immer sofort gelöscht. Mittlerweile bin ich richtig genervt, da heute schon wieder ein Anruf dieser Art hier ankam:

Für Sie liegt eine wichtige Nachricht Ihres Nachbarn bereit. Um die Nachricht abzurufen, gehen Sie bitte auf unser Internetportal und geben Sie Ihren persönlichen Code ein.
Bitte notieren Sie: www.nachbarschaftspost.com

Natürlich gibt es keine Nachricht, die E-Mails und Anrufe dienen nur dem Zweck möglichst viele Leute zur Anmeldung zu locken! Die Mitgliedschaft auf diesen Seiten ist nämlich an ein Abonnement gekoppelt und kostet über die Laufzeit von zwei Jahren richtig Geld… Bei 9 Euro Monatsgebühr kommen insgesamt Kosten von 216 Euro auf die Mitglieder zu! Allerdings ist mittlerweile überall zu lesen, dass diese Kosten und Gebühren nicht gezahlt werden müssen, da es sich bei diesen Nachbarschaftsdiensten um Angebote der sogenannten “Nutzlosbranche” handelt. Das gesamte Geschäftsmodell besteht nur darin, Webseiten mit versteckten Abos und Vertragsfallen zu erstellen und dann die Angst der Verbraucher zu nutzen, um über Mahnungen und Inkasso-Briefe abzukassieren.

Inzwischen gab es auch bei verschiedenen Fernsehsender Berichten über Nachbarschaftspost und Nachbarschaft24:

Fazit: Gleich löschen, nicht anmelden und nicht weiter beachten!

Hier passend zum Thema noch eine Sammlung der kuriosesten Inkasso-Briefe. Was zu tun ist, wenn man sich angemeldet hat, erfährt man ebenfalls bei computerbetrug.de.

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