Rufnummer von Debitel zu anderem Anbieter mitnehmen – Bedingungen für Portierung

mobilcom-debitel Anfang diesen Jahres sind die freenet AG und die Mobilfunkunternehmen Debitel, Talkline sowie dug zur neuen Marke “mobilcom debitel” fusioniert. Alle Läden der bisherigen Marken bekamen das debitel-typische einheitlich grüne Design und tragen seitdem alle den neuen Markennamen “mobilcom debitel”, einzig der firmeneigene Discounter “Klarmobil” durfte seinen Namen und den eigenständigen Auftritt behalten.

Seitdem gehören also auch Mobilcom- und Talkline-Kunden zum neuen “mobilcom debitel”-Konzern und Rufnummermitnahmen sowie Kündigungen gehen an die gleiche Postanschrift in Stuttgart:

debitel AG
70545 Stuttgart

Möchte man also seine Rufnummer von Talkline, Mobilcom oder Debitel zu einem anderen Mobilfunkanbieter mitnehmen, Fachleute sprechen dabei auch von einer “Portierung”, muss man prinzipiell einfach nur den bisherigen Vertrag kündigen und dabei auf den Wunsch der Rufnummernmitnahme hinweisen!

Was muss man für eine Portierung machen?

  • Der bisherige Handyvertrag muss gekündigt sein. Dies ist bei den meisten Anbietern nur bis drei Monate VOR Vertragsende möglich, danach verlängert sich der Vertrag automatisch um weitere 12 Monate!
  • Bei Prepaidanbietern ist manchmal eine sogenannte “Verzichtserklärung” zur Freigabe der Nummer erforderlich (Muster zum Download)
    Weiterhin muss genügend Guthaben auf dem Prepaidkonto sein um die Portierungsgebühr zu decken.
  • Die Portierung, bzw. die Rufnummernmitnahme kann erst erfolgen, wenn der bisherige Handyvertrag ausgelaufen ist. Bei den meisten Anbietern kann die Rufnummernmitnahme daher frühestens 120 Tage (4 Monate) vor Vertragsende des bisherigen Handyvertrags beantragt werden!
  • Sollte der alte Vertrag schon abgelaufen sein, ist eine Portierung auch noch zwei bis vier Wochen nach Vertragsende möglich

Um eine Portierung, bzw. Rufnummernmitnahme in die Wege zu leiten sind also folgende Schritte nötig:

  1. Kündigung beim alten Anbieter, bzw. Verzichtserklärung bei Prepaid
  2. Erhalt des Bestätigungsschreibens abwarten
  3. Portierungsauftrag mit Bestätigung oder Verzichtserklärung an den neuen Anbieter schicken

Was kostet eine Rufnummernmitnahme?

Die meisten Anbieter verlangen für die Portierung der Rufnummer zum neuen Anbieter rund 25 Euro (24,95 Euro), so auch Debitel. Lediglich Talkline hat bisher 29,95 Euro für die Rufnummernmitnahme verlangt. Die gesetzliche Obergrenze liegt laut Bundesnetzagentur bei 30,72 Euro.

Kann eine Rufnummer auch auf einen bestehenden Vertrag portiert werden?

Bei E-Plus und O2 kann man Rufnummern auch auf schon bestehende Verträge übertragen und deren Nummern verfallen lassen. Vodafone und T-Mobile bieten diesen Service leider nicht. Manche Prepaidanbieter wie zum Beispiel Tchibo stellen vor der Portierung auch schon übergangsweise eine Rufnummer zur Verfügung, die dann ebenfalls durch die übertragene Rufnummer ersetzt wird.

Was sollte im Kündigungsschreiben stehen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich den Mobilfunkvertrag mit der Rufnummer 01XX-XXXXXXX fristgerecht zum nächstmöglichen Termin. Bitte geben Sie die Rufnummer nach Vertragsende für die Portierung zu *NEUER ANBIETER* frei und senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung dieser Kündigung mit Angabe aller erforderlichen Informationen wie Beendigungszeitpunkt etc. zu.

Mit freundlichen Grüßen,

! handschriftliche Unterschrift !

Dieses Schreiben kann einfach in ein Word-Dokument kopiert und dann ausgedruckt werden, wichtig ist nämlich die eigene Unterschrift. Anschließend kann man es entweder per Post oder auch per Fax an Mobilcom-Debitel schicken.

9 Kommentare »Mobilfunk

9 Kommentare zu “Rufnummer von Debitel zu anderem Anbieter mitnehmen – Bedingungen für Portierung”

  1. Stef 14 Jan 2010 um 09:58 1

    Vielen Dank,

    genau das habe ich gesucht im Netz.

    Einen Vorabdruck in der Art bietet debitel bestimmt nicht an?

  2. Stef 14 Jan 2010 um 10:02 2

    ahhh, hier,

    inklusive weitereren interessanten Informationen.

    http://www.mobilcom-debitel.de/media/MNP_Verzichtserklarung_Prepaid.pdf

  3. Stef 14 Jan 2010 um 10:05 3

    dort steht auch das knapp 30 Euro anfallen.

  4. zuzana 22 Mai 2010 um 10:17 4

    Vielen Dank für diese wertvolle Seite. ich habe gerade nach diesem Muster mein jetziges Vertrag gekündigt.

  5. ben 12 Dez 2010 um 16:40 5

    Habe nur Probleme mit debitel mobilcom. Habe alles , Kündigungsschreiben von debitel erhalten und dann Portierungsantrag an debitel gesendet und eine Absage erhalten ( ohne Begründung) Mein “neuer ” Mobilfunkbetreiber hat es auch versucht, auch hier eine Absage. Jetzt behalte ich mir rechtliche Schritte vor. Habe einen Brief an die Rechtsabteilung von debitel MC geschickt. Warte auf Antwort.

  6. nicolaa 12 Jan 2011 um 16:48 6

    Habe das gleiche problem wie Ben.
    Ein teurer Anruf 1,29€ p. min bei der Hotline und es wurde mir mitgeteilt, dass ich zusätzlich zur Kündigung noch eine Verzichtserklärung abgeben muss. Ich dachte das gilt nur für Prepaid, hier der link für die Verzichtserklärung:
    http://www.blau.de/cms/blaude/documents/vze/Verzichtserklaerung_Cellway.pdf
    Ich hoffe die Portierung klappt nun zeitnah.

  7. Zimmer 31 Mrz 2011 um 09:25 7

    Auch ich habe bei Debitel das gleiche Problem. Möchte zu 1und1 wechseln und habe schon 2 Portierungs-Anträge bei 1und1 gemacht. Beide abgelehnt, da angeblich meine Daten nicht mit den Daten bei Debitel übereinstimmen. Name, Adresse und Kundennummer stimmt aber! Werde jetzt die Regulierungsbehörde einschalten.

  8. Ella Esser 06 Jun 2011 um 11:00 8

    Ich war ca. 18 Jahre lang Vertragskunde bei Debitel (nun Mobilcom).
    Da aber die Tarife zu teuer sind, bin Ich nach 1&1 gewechselt. Kündigungsfrist, oder sämtliche Bedingungen zur Rufnummer mitnähme eingehalten, und trotzdem von Debitel abgelehnt worden.
    Nun aber das lustige: Debitel teilte mir mit, dass meine Vertragskarte mit der Rufnummer die Ich eigentlich mitnehmen wollte, umgestellt wird, so das Ich damit weiter mit der Rufnummer telefonieren kann. Die Kosten, welche ich vertelefoniert habe, würden dann einfach von meinem Konto abgebucht. Nun habe ich fast mehr Telefonnummern (habe bei 1&1 3 Festnetznummern und 2 Handykarten, plus nun meine Karte von Debitel), als Kontakte in meinem Telefonbuch *grins
    Debitel, oder halt nun Mobilcom, empfinde ich halt wie eine Chronische Hämorride, einmal am Hintern, kriegt man Sie nicht mehr los.

  9. lisa 12 Aug 2011 um 16:00 9

    Ich habe genau das gleiche Problem! Da scheinbar meine Vertragsdaten nicht übereinstimmen, wurde eine Portierung abgelehnt. Meine Anfragen auf Korrektur der falsch gespeicherten Daten wurde einfach ignoriert! Die fällige Portierungsgebühr aber schon abgebucht! Es scheint wohl kein Zufall, sondern eine Masche zu sein! Einfach unglaublich!

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