Ghost Pro HostingDie stark gehypte Bloggingplattform Ghost wurde Ende 2012 von John O’Nolan erdacht und über eine Crowdfunding Kampagne auf Kickstarter mit stolzen 196,362 Pfund finanziert. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass die ursprüngliche Begeisterung nach der Veröffentlichung stark abgeflacht ist, denn Ghost benötigt Hosting mit Node.js und gibt sich nicht einfach wie WordPress mit PHP und einer MySQL Datenbank zufrieden.

Anfangs haben nur wenige Hostinganbieter Node.js angeboten und bei Webspace-Paketen brauchte man gar nicht danach zu suchen. Da sich die wenigsten Leute für ein einzelnes Blog gleich einen vServer oder sogar einen Dedicated Server mieten wollen, stellte die Node.js-Anforderung eine große Hürde für die Verbreitung von Ghost dar. Auf Ghost.org gibt es zwar einen Managed Hosting Dienst von den Entwicklern selbst (böse Zungen behaupten, Ghost wurde nur mit Node.js entwickelt, um später mit dem Hosting Geld zu verdienen), doch die Preise liegen mittlerweile bei 10 US-Dollar pro Blog. Lediglich das „Business“-Paket für 250 US-Dollar erlaubt eine unbegrenzte Anzahl an Blogs mit maximal 1 Million Views.

Kostenlose Hosting Alternative 1: Amazon EC2

Ghost AWS Marketplace SucheNeukunden bekommen bei Amazon EC2 (Elastic Compute Cloud) im ersten Jahr eine sogenannte „t2.micro“ Instance komplett kostenlos. Dank dem „AWS Marketplace“ braucht man – trotz der für Neulinge erstmal beeindruckenden Komplexität der Cloud Angebote von Amazon – keine Angst vor der Installation und Einrichtung von Ghost zu haben.

Verschiedene Anbieter wie Bitnami haben nämlich vorkonfigurierte Pakete bereitgestellt, mit denen sich Ghost automatisch installieren und betreiben lässt. Bei der Auswahl merkt man an Abkürzungen wie „HVM“ (Hardware-assited Virtual Machine, im Gegensatz zu „PV“ Para-virtulaization) oder „PM2“ (Production process manager for Node.JS applications), dass man sich dennoch etwas in die Materie einlesen sollte, um zu verstehen, wie die Dinge funktionieren und zusammenhängen.

Außerdem sind die Ghost-Installations-Pakete im AWS Marktplatz aktuell leider nicht mit der aktuellsten Version von Ghost (0.5.8) erhältlich, sondern größtenteils mit Version 0.5.3 oder sogar Version 0.5.1.

Kostenlose Hosting Alternative 2: OpenShift

OpenShift Nodejs HostingWie im letzten Beitrag beschrieben bekommt man bei OpenShift von RedHat aktuell einen Account für bis zu drei Blogs (oder andere Applikationen) komplett kostenlos. Soweit ich erkennen konnte, setzt OpenShift zwar auch auf die Cloud-Infrastruktur von Amazon auf, aber es gibt ein eigenes Verzeichnis mit Installations-Paketen für Ghost (und WordPress, Drupal, etc.).

Anstatt „Instance“ heißen die Container für die Applikationen bei OpenShift „Gears“. Jedes Gear bekommt eine eigene Subdomain im Format „http://appname-accountname.rhcloud.com/“ und 1GB Speicherplatz. Wem das nicht ausreicht, kann ebenfalls kostenlos auf einen „Bronze“-Account upgraden, über den Zusatzleistungen dann nach Bedarf und Verbrauch abgerechnet werden.

Eine eigene Domain kann aber in jedem Fall unabhängig vom gewählten Paket per „CNAME“ aufgeschaltet werden. Dazu muss man einfach beim Domainanbieter unter DNS-Einstellungen im Feld „www“ die jeweilige rhcloud.com-Adresse des Ghost Blogs eintragen.

Ghost Hosting Alternative 3: DigitalOcean

DigitalOcean Ghost HostingDigitalOcean hat es durch günstige Preise und einfache Bedienbarkeit geschafft, fast überall als guter Anbieter zum Hosten von Ghost Blogs empfohlen zu werden.

Gleich nach Veröffentlichung standen vorkonfigurierte Pakete mit der jeweils aktuellsten Version von Ghost zur Installation per Mausklick zur Verfügung und zur Anmeldung sind nur E-Mail Adresse und Passwort notwendig. Mit anderen Worten: Man konnte schnell und unkompliziert ausprobieren, wie Ghost aussieht, ob es etwas für einen ist, und wenn nicht, kann man die „Droplets“ von DigitalOcean auch genau so schnell und einfach wieder löschen, wie man sie erstellt hat.

Das günstigste Hosting-Paket von DigitalOcean kostet 5 US-Dollar pro Monat, also 60 US-Dollar pro Jahr und reicht locker für ein Ghost Blog.

DigitalOcean Preise

Ghost Hosting Alternative 4: Arvixe

Arvixe Ghost HostingDer Hostinganbieter Arvixe hat Ghost einfach über cPanel und Softaculous integriert, sodass man es ebenfalls per Mausklick auf seinem Webspace-Paket installieren kann und sich nicht mit einer manuellen Konfiguration herumschlagen muss. Diese Methode ist wahrscheinlich die angenehmste für Leute, die vorher mit WordPress gearbeitet haben und vielleicht sogar schon den Umgang mit cPanel gewohnt sind.

Das kleinste Webspace-Paket bei Arvixe nennt sich „PersonalClass“ und bietet „unlimited“ Speicherplatz und Traffic für bis zu 6 Domains. Der Preis richtet sich nach der gewünschten Laufzeit und man bekommt quasi Rabatt für die Vorauszahlung über 6, 12 oder 24 Monate. Wählt man die monatliche Abrechnung kostet das „PersonalClass“-Paket 7 US-Dollar, bei 12 Monaten 5 US-Dollar und bei 24 Monaten nur noch 4 US-Dollar.

Eine Domain ist im Preis inbegriffen und solange kostenlos, wie man sein Hosting-Paket behält. Möchte man mehr als 6 Webseiten oder Blogs betreiben, kann man auch das „PersonalClass Pro“-Paket wählen und unbegrenzt viele Domains nutzen.

Ghost Hosting Alternative 5: A2 Hosting

A2 Ghost HostingAuch bei A2 Hosting kann Ghost ganz einfach bei jedem Webspace-Paket über cPanel und Softaculous installiert werden. Für Fortgeschrittene gibt es alternativ auch die Option der Installation über SSH und Kommandozeile: „wget –no-check-certificate https://ghost.org/zip/ghost-0.5.8.zip“

Genau wie DigitalOcean setzt A2 Hosting bei den leistungsfähigeren Webhostingpaketen auf SSD Festplatten, um die Ladezeiten der gehosteten Webseiten zu beschleunigen. Das teuerste Webhostingpaket mit „SwiftCache“ (APC oder „Alternative PHP Cache“ wird auch von anderen Hostern angeboten) soll bis zu 20 mal schnellere Ladezeiten bieten.

Von Zusatz-Optionen wie dem SwiftCache, CloudFlare CDN und Railgun Optimizer abgesehen, richten sich die Preise ansonsten nach der Laufzeit. Das kleinste Paket für eine einzelne Domain gibt es mit Rabatt ab ca. 4 US-Dollar pro Monat. Das mittlere Paket mit unbegrenzten Domains und unbegrenzten MySQL Datenbanken kostet je nach Laufzeit zwischen 6,99 US-Dollar (24 Monate) und 10,99 US-Dollar (1 Monat), doch aktuell gibt es mit dem Gutschein „FAST51“ stolze 51 Rabatt auf die erste Rechnung.

Tagged with →  
Share →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.