Für einen Prepaidtarif mit diesen Konditionen (9 Cent pro Gesprächsminute/SMS in alle Netze sowie 33 ausländische Festnetze und einer 500 MB UMTS-Flatrate im schnellen Vodafone-Netz für 10€/Monat) ist es erstaunlich ruhig um FYVE. Nur die verstörende Fernsehwerbung nervt, seit SevenOne Intermedia, das Multimedia-Unternehmen von ProSiebenSat.1, den neuen Handytarif Mitte Oktober vorgestellt hat. Davon mal abgesehen ist Fyve aber eigentlich richtig cool.
Hier alle Tarifkonditionen im Überblick:
- Keine Grundgebühr, kein Mindestumsatz, keine Vertragsbindung
- kostenlose Mailboxabfrage
- 9 Cent pro Gesprächsminute und SMS in alle deutschen Netze
- 9 Cent pro Gesprächsminute in 33 ausländische Festnetze
- 60/60 Taktung
Für das mobile Surfen über UMTS bietet FYVE zwei Optionen:
- “Viel-Surfer-Paket”: 150 MB Datenvolumen mit 384 kBit/s für 5€/Monat
- “Flatrate-Paket”: 500 MB Datenvolumen mit 7,2 MBit/s für 10€/Monat
- 10kb-Taktung
Beide Optionen haben allerdings ihre Besonderheiten. Das “Viel-Surfer-Paket” ist fest auf die 150 MB Datenvolumen beschränkt, d.h. nach Erreichen des Volumens oder Monatsende wird der Internetzugang “gekappt”. Ein “Call-by-Call”-Abrechnungsmodell nach Zeit oder Volumen gibt es bei FYVE schlichtweg nicht, angeblich aus Kostenschutzgründen.
Beim “Flatrate-Paket” wird nach Überschreiten des 500 MB Limits hingegen nur die Geschwindigkeit auf GPRS-Niveau gedrosselt und es kann weiter auf das Internet zugegriffen werden. Das gilt allerdings nur bis Ende des Monats, denn die beiden Optionen verlängern sich nicht automatisch. Wer weiter Surfen will, muss im nächsten Monat wieder eins der beiden Pakete buchen. Ein wirklicher Vorteil ist, dass die Nutzung der Simkarte in Surfsticks und Netbooks ausdrücklich erlaubt ist. Auf Wunsch gibt es sogar eine Micro-SIM für das Apple iPad oder das neue iPhone 4.
Das FYVE Guthaben kann per Vodafone-Call-Now-Aufladekarte, Kreditkarte, Überweisung oder Lastschrift aufgeladen werden und ist erfreulicherweise unbegrenzt gültig. Im Kaufpreis des Startersets von 9,95 Euro sind bereits 10 Euro Startguthaben enthalten und man kann im ersten Monat nach Bestellung das “Viel-Surfer-Paket” kostenlos nutzen. Dafür fallen allerdings 5 Euro Versandkosten an. Eine Mitnahme von bestehenden Handynummern soll in wenigen Tagen ab dem 15. Dezember 2010 sein. Angeblich gibt es dafür dann auch 25 Euro Bonus-Guthaben.
Abschließend die Vor- und Nachteile von FYVE in der Übersicht:
Keine Grundgebühr, kein Mindestumsatz, keine Vertragsbindung
Günstiger 9 Cent Gesprächs- und SMS-Tarif in alle deutschen Netze
Günstiger 9 Cent Festnetztarif in 33 weitere Länder
UMTS-Nutzung auch für Surfsticks, Laptops, etc. erlaubt
Schutz vor unerwünschten Kosten für die Datenübertragung
UMTS-Datenpakete müssen manuell verlängert werden
Im “Viel-Surfer-Paket” nach 150MB keine weitere Internetnutzung möglich
Kein Kostenschutz für Gespräche und SMS
Fazit
Alles in Allem klingt das Angebot von FYVE recht gut, allerdings glaube ich nicht, dass der Geschwindigkeitsvorteil von 7,2 MBit/s den Verzicht auf einen Kostenschutz für Gespräche und SMS Wert ist. Der Prepaidtarif von LIDL Mobile bietet nämlich exakt die gleichen Konditionen, sogar mit 9 Cent Festnetzgesprächen ins Ausland und einem 500MB Datenpaket für 9,95€. Der einzige Nachteil besteht nur darin, dass das O2-Netz noch nicht so gut ausgebaut ist und größtenteils nur 3,6 MBit/s Übertragungsgeschwindigkeit bietet. Dafür gibt es aber die 40 Euro “Kosten-Fair-Rate”, die die Handyrechnung bei Vielnutzung niedrig hält. Für mich ist das zumindest der größere Pluspunkt!
P.S. Außerdem ist die Werbung furchtbar!


