Onlinefernsehen Seitdem immer mehr Haushalte schnelle Internetverbindungen haben, wird Streaming zunehmend populärer. So kann man Musik oder Videos sofort am Computer anhören und anschauen, ohne vorher die komplette Datei herunterladen zu müssen. Da vor allem längere Filme in guter Bildqualität mehrere hundert Megabyte, wenn nicht sogar mehrere Gigabyte Speicherplatz erfordern, vereinfacht und beschleunigt Streaming den Medienkonsum, da die Dateien einfach während dem Abspielvorgang im Hintergrund geladen werden.

Streamingquellen gibt es Zuhauf: Sucht man beispielsweise nach Musik, empfehlen sich Grooveshark oder Last.fm. Filme und Serien werden von jüngeren Internetnutzern schon seit mehren Jahren gezielt nach Wunsch auf Webseiten wie zum Beispiel kino.to gesucht und auch ältere Internetnutzer kommen dank Angeboten wie den Online-Mediatheken von ARD und ZDF auf den “Streaming-Geschmack”. Einige wenige Sender wie N24 übertragen das Fernsehprogramm auch live ins Internet, doch um frei auf die Sendungen der restlichen Fernsehsender zugreifen zu können, muss man sich bislang noch mit Services wie OTR (OnlineTvRecorder) oder Save.TV behelfen!

Screenshot von OnlineTvRecorder Da das Basis-Angebot von OTR kostenlos ist, wird es von vielen Internetnutzern bevorzugt genutzt. Nach der Registrierung mit E-Mail-Adresse und Passwort kann man Fernsehsendungen auswählen, die der Service quasi wie ein guter alter Videorekorder aufnehmen soll. Im ersten Monat der Mitgliedschaft kann man 15 aufgenommene Videos auf den eigenen Computer downloaden, im zweiten Monat 10 und in allen darauffolgenden Monaten jeweils 5. Möchte man mehr Sendungen Aufnehmen und Ansehen, braucht man sogenannte “Good Will Points” (GWP), die man sich durch Klicks auf Werbebanner verdienen kann.

Alternativ kann man sich auch für 50 Cent pro Monat (entspricht rund 200 Bannerklicks) einen Premium-Account kaufen. Dafür gibt es die aufgenommenen Sendungen nicht nur zum Downloaden im DivX-Format, sondern auch als MP4 für mobile Abspielgeräte sowie als Online-Stream. Außerdem braucht man dank der “GetItAll-Wishlist” (GIA) nicht mehr manuell einzelne Sendungen oder Filme zur Aufnahme auszuwählen, sondern kann alle Aufnahmen aus dem kompletten Programm der deutschen Fernsehsender Ansehen und/oder Herunterladen. Somit wird OTR quasi zu einer Fernsehdatenbank mit freiem Zugang.

Da die OTR-Webseite jedoch etwas unübersichtlich ist und man sich erst in das Punkte- und Aufnahmesystem hineindenken muss, brauchen Laien wahrscheinlich eine Weile, um mit OTR zurechtzukommen. Deutlich komfortabler, aber eben auch nicht kostenlos, ist Save.TV.

SaveTV Bis 05.01.2011 läuft jedoch noch eine einmalige Aktion von ComputerBild, die es Neukunden ermöglicht, Save.tv 6 Monate lang komplett kostenlos zu testen! Wichtig ist nur, dass man vorher noch nicht mit der gleichen Adresse bei Save.tv angemeldet war und dass man rechtzeitig kündigt!

Die Kündigung lässt sich aber glücklicherweise direkt online im Kundenbereich mit wenigen Klicks selbst erledigen, sodass es nicht viel Aufwand erfordert.

Die Vorteile von Save.tv sind das unbegrenzte Aufnahmearchiv, die Speicherung im H.264 HQ Format (720×576) und die Möglichkeit Werbeunterbrechungen herausschneiden zu lassen. Mit anderen Worten kann man so von den derzeit 46 zur Auswahl stehenden Fernsehsendern so viele Sendungen wie man will in guter Qualität und ohne Werbung speichern.

Bei der Bestellung über die ComputerBild Aktion sollte man darauf achten, dass man eine gültige E-Mail-Adresse eingibt (dorthin werden die Login-Informationen geschickt) und dass auf der zweiten Bestellseite wirklich 0,00€ bei Gesamtpreis steht! Damit sich der Account nach dem Testzeitraum nicht um ein weiteres Jahr verlängert, sollte man direkt nach der erfolgreichen Registrierung kündigen. Den Testzeitraum kann man selbstverständlich auch nach der Kündigung trotzdem voll ausnutzen.

Zattoo ScreenshotFalls man das aktuelle Fernsehprogramm live sehen möchte empfiehlt sich der Streaminganbieter Zattoo. Inzwischen gibt es bereits über 50 verschiedene Fernsehkanäle, deren Ladegeschwindigkeit und Qualität fast nichts zu wünschen übrig lassen. Natürlich wird selbst die Zattoo HiQ Auflösung von 576×528 Pixeln anspruchsvolleren Menschen nur ein müdes Lächeln entlocken, aber hier geht es ja um Fernsehen am Computer und nicht um 1080p High Definition Television (HDTV). Die Freude am kostenlosen Angebot wird nur durch kurze Werbespots am Anfang und beim Umschalten zwischen den verschiedenen Programmen getrübt. Ab 2,50 Euro pro Monat (29,99 Euro pro Jahr) oder 3,99 Euro monatlich lässt sich die Werbung abschalten und man kann HiQ-Streams mit 576 x 528 Pixel anstatt 416 x 352 Pixel anschauen.

Ich bin besonders wegen der kostenlosen iPhone und iPad App ein großer Fan von Zattoo geworden, denn schneller und einfacher kann man wirklich nicht Fernsehen. Die Übersicht der Programme und Sendungen ist zudem so übersichtlich, dass man auf einen Blick sieht, wann etwas interessantes läuft:

Zattoo-Programm Screenshot

Weitere Alternativen zu OTR und Save.TV sind zum Beispiel der Apple iTunes Store (seit April 2009 können Filme und Serien ab 2,99 Euro für 48 Stunden “geliehen” oder auch gekauft werden), Maxdome von United Internet/1&1, Videoload von T-Online oder klassische DVD-Versender wie Lovefilm.

Foto: © SXC.hu/miamiamia
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