Laufende Kosten beim Drucker schon vor dem Kauf beachten

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Beim Drucken sind die Anschaffungskosten für den Drucker nur der Anfang. Im laufenden Betrieb müssen Toner oder Patronen regelmäßig ersetzt werden. Die Kosten, die dabei entstehen, sind ganz unterschiedlich, werden aber von vielen Käufern unterschätzt. Soll heißen: Beim Druckerkauf darf der Druckerpreis nicht das einzige Kriterium sein.

Mit dem Thema Multifunktionsdrucker haben wir uns erst kürzlich beschäftigt. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie nützlich und wirtschaftlich getrennte Tintentanks gegenüber kombinierten Tanks sind. Bei einzeln verpackten Patronen oder Tonerkartuschen muss jeweils nur die Patrone bzw. Kartusche gewechselt werden, deren Inhalt erschöpft ist. So kann die Kapazität jeder einzelnen Kartusche maximal ausgenutzt werden und man verschwendet weder Tinte oder Toner noch Verpackungen.

Druckreichweite und Seitenleistung

Druckreichweite und SeitenleistungDie laufenden Kosten eines Druckers werden ganz maßgeblich von der Druckreichweite und Seitenleistung pro Patrone oder Kartusche bestimmt. Wer schon vor dem Kauf wissen möchte, was Schwarzweiß- und Farbdrucke mit dem neuen Gerät in etwa kosten werden, kann entweder selbst die Preise für die jeweiligen Verbrauchsmaterialien mit den entsprechenden Angaben zur Druckreichweite dividieren oder sich auf entsprechenden Portalen im Internet informieren.

Unabhängig und seriös durchgeführte Tests sollten sich jedoch nicht einfach nur auf rechnerische Ergebnisse beziehen, die auf den Hersteller- oder Händlerangaben zur Reichweite beruhen, sondern eigene Messungen anhand echter Ausdrucke durchführen. Genaue Werte sind dabei nicht nur von den Druckvorlagen zur Messungen abhängig, sondern auch von weiteren Parametern wie z.B. Druckmedium, Tempostufe, Qualität, etc., die bei seriösen Tests zur besseren Nachvollziehbarkeit mit angegeben sind.

Allein die unabhängige Organisation ISO mit nationalen Standardisierungs-Instituten in 157 Ländern hat mehrere verschiedene Normen für die Reichweitenmessung veröffentlicht. ISO 19752 schreibt beispielsweise neben der Verwendung eines bestimmten Testdokuments auch die Test-Durchführung auf mindestens drei gleichen Druckern mit jeweils mindestens 3 Kartuschen sowie eine Umgebungstemperatur von 23.0º C (± 2º C) und Verwendung ähnlicher Messwerte ohne Ausreisser vor. Bei der unendlichen Vielfalt an Patronen, Kartuschen, Farbvarianten für Fotoausdrucke etc. sind einheitliche Angaben, aber trotzdem sehr schwierig.

Wer bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

DruckkostenAlle großen Druckerhersteller wie Canon, Epson, HP, Lexmark, Samsung etc. versuchen natürlich, die Kunden mit neuen Innovationen sowie verbesserten Leistungen und Wirtschaftlichkeit zu überzeugen. Laut dem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC (International Data Corporation) konnte vor allem Samsung im zweiten Quartal 2014 an Beliebtheit und Verkaufszahlen zulegen. Insgesamt ist der Markt für Laserdrucker am stärksten gewachsen, insbesondere bei den Farblaserdruckern mit 10,3 Prozent und Multifunktionsgeräten mit stolzen 31,5 Prozent.

Hat man sich nun für ein Gerät entschieden, wie zum Beispiel aus der beliebten Samsung CLX-Reihe, geht es dann um die Wahl des besten Toners. Welcher Toner für welchen Zweck geeignet ist, hängt vom Bedarf ab. Fotografen benötigen naturgemäß die bestmögliche Qualität und auch für Specials wie einen Weihnachtskalender sollte man ebenfalls nicht am falschen Ende sparen. Wer dagegen vor allem schwarzen Text auf weißem Grund druckt, für den reichen Samsung Toner der Basisstufe.

Eine erste Übersicht zu Auswahl und Preisen bieten beispielweise die Samsung Toner bei tintencenter.com. Dort wird deutlich: Abhängig von Farben und Qualitätsstufe findet man ein starkes Gefälle vor: Einfache schwarze Toner gibt es schon für unter 30 Euro, während hochwertige Farbsets über 100 Euro kosten.

Ausdrucke auf Papier

Papierstapel mit Ausdrucken © Jonathan Joseph Bondhus auf Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Immerhin: Die heutigen Drucker und Toner sind durchgängig besser als vor einigen Jahren. Selbst die günstigen Samsung Toner liefern gute Ergebnisse und reichen für den „Alltagsdruck“ völlig aus. Und nicht zu vergessen: Auch das Papier spielt eine Rolle. So hilft der beste Toner nichts, wenn das günstigste Papier verwendet wird. Es geht immer um die Kombination aus Drucker, Toner und Papier.

Speziell bei Farblaserdruckern sollte man aufgrund der Wärmeentwicklung beim Drucken darauf achten, unbeschichtetes oder nur beschichtetes Papier mit entsprechender Eignung zu verwenden, da die Beschichtung ansonsten schmelzen, sich ablösen und den Drucker beschädigen könnte. Außerdem sollte Papier für Laserdrucker möglichst wenig Schnittstaub enthalten, der den Drucker (insbesondere die Mechanik für Transport und Einzug des Papiers) verschmutzen kann.

Alternativen im Ausland suchen: sinnvoll oder nicht?

Nun ist das Internet bekanntlich grenzenlos. Das zeigt sich auch beim Online Shopping – und das kann man ausnutzen. So ist beispielsweise Samsungs CLP-315W Drucker in England günstiger erhältlich. Bei Tonern gilt das jedoch nur in Ausnahmefällen. Preisvergleiche zeigen, dass Shops wie tintencenter.com etwa auf einem Niveau mit ausländischen Anbietern liegen. Und: Sollte man doch ein günstigeres Angebot finden, kommen noch die Versandkosten dazu. Diese sind bei Lieferung aus dem Ausland deutlich höher als bei innerdeutschen Bestellungen, gerade bei kleinen Käufen wie einem einzelnen Samsung Toner rechnet sich dieser Weg daher meistens nicht.

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