Domainpreise vergleichen und Namen finden

InternetadresseInzwischen gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Anbietern für Domains, Hosting, Webspace usw. usw. Dennoch oder gerade deswegen unterscheiden sich die Preise teilweise sehr stark. Während man beim Hosting selbstverständlich vor allem auf Leistung und Support achtet, zählt bei der reinen Domainbestellung auch der Preis. “Domain only” für 5 Euro im Monat ist heute nicht mehr Wettbewerbsfähig!

Im Durchschnitt sind für eine Domain etwa 12 Euro pro Jahr üblich, also nicht mehr als 1 Euro monatlich. Manche Domainanbieter berechnen bei der Bestellung der Domain auch noch Einrichtungsgebühren. In einer Auflistung der günstigsten Anbieter habe ich aber schon gezeigt, dass man bei .de-Domains vergleichsweise fast bis zu 10 Euro pro Jahr sparen kann.

Für Domains lassen sich Preisvergleiche eigentlich recht einfach anstellen, da eine Domain nunmal eine Domain ist. Bei seriösen Anbietern gibt es im Gegensatz zu Webspace-Paketen, die sich oft aufgrund des gebotenen Speicherplatzes oder des Übertragungsvolumens unterscheiden und so einen transparenten Vergleich schwierig machen, keine “Luxus-Domain-Pakete” mit besseren Leistungen und “Billig-Domain-Pakete” mit schlechteren Leistungen. Reine Domains sind simple Standardprodukte, die bei unterschiedlichen Anbietern nicht besser oder schlechter funktionieren sollten!

Domainpreise selbst vergleichen

Um den preiswertesten Anbieter schnell und einfach zu ermitteln, bieten sich Anbieterverzeichnisse wie Hostsuche, webhostlist oder HOSTtest an. Bei erstgenanntem Verzeichnis müssen die eingestellten Angebote sogar monatlich von den Anbietern bestätigt werden und können zusätzlich nach Extraleistungen wie E-Mail-Adressen gefiltert werden.

Lockangebote

Viele Anbieter wie zum Beispiel United-Domains locken immer wieder mit 1-Euro-Aktionen, bei denen man wechselnde Top-Level-Domains (.de, .com, .net, .eu) für nur einen Euro registrieren kann. Die regulären Gebühren werden dann erst ab dem zweiten Jahr berechnet und die Einrichtungsgebühr entfällt. Wenn solch eine Aktion gerade mit den eigenen Registrierungsplänen zusammenpasst, sind diese Angebote eine runde Sache und durchaus empfehlenswert! Man sollte dabei allerdings beachten, dass die regulären Gebühren bei diesen Anbietern teilweise viel teurer als bei den günstigsten Domainanbietern sind. So berechnet United-Domains pro .eu-Domain beispielsweise regulär stolze 29,00 Euro pro Jahr während Domain-Offensive nur 6,95 Euro pro Jahr verlangt!

Die Domainvergabestelle der .eu-Domains EURid (The European Registry of Internet Domain Names, “das europäische Register für Internetdomänennamen”), berechnet den Anbietern übrigens 4,00 Euro pro Jahr. Die Differenz zwischen diesem Vergabepreis und dem Verkaufspreis der Anbieter ist abzüglich zusätzlich entstehender Kosten für Verwaltung, etc. also anscheinend der Gewinn der Domainanbieter…

Was außer Preisen noch wichtig ist

Meiner Meinung nach sollte ein guter Domainanbieter außer günstigen Preisen auch folgende Leistungen bieten:

  • 24/7 Echtzeit-Registrierung ohne Wartezeiten oder gar manuelle Freischaltung
  • Einfache Verwaltung von Weiterleitungen, Nameservern und DNS in Echtzeit
  • Online-Verwaltung für Kündigungen oder Transfers ohne Formulare
  • Kostenlose “Catch-All”-Weiterleitung für E-Mails
  • Komplette Werbefreiheit

Wird für eine dieser Leistungen Geld verlangt, ist der Anbieter meiner Meinung nach nicht seriös oder zumindest nicht mehr wettbewerbsfähig. Ich persönlich verschwende auch nicht gerne meine Zeit indem ich seitenweise Formulare ausfülle und an den Anbieter faxe, nur um einen Nameserver oder die eingetragenen Kontaktdaten zu ändern. Manche Nutzer bevorzugen die schriftliche Variante jedoch aus Sicherheitsgründen, um unrechtmäßige Handlungen durch Betrüger zu erschweren, was dann natürlich akzeptabel ist.

Gute und freie Namen für Domains finden

BustAName Screenshot Wenn man dann einen zuverlässigen Domainanbieter gefunden hat, aber alle gewünschten Domains bereits vergeben sind oder die eigene Kreativität mal nicht ausreicht, um einen guten und freien Namen zu finden, gibt es mittlerweile Hilfe von einer ganzen Reihe spezieller “Namensfindungs-Tools” für Domains. Diese lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: während die erste Gruppe mit Stichwörtern und Keywords arbeitet, hilft die zweite Gruppe beim Erfinden von Fantasienamen oder der Zuhilfenahme von exotischen Domainendungen.

Erstgenannte “Namens-Kombinatoren” sind zum Beispiel BustAName, DomainsBot und DomainWhiz. Nachdem man das gewünschte Stichwort oder auch mehrere Stichwörter eingegeben hat, werden freie, ablaufende und verkäufliche Domains mit den gewünschten Endungen wie .com, .net, .org, .info, .biz, etc. gesucht und angezeigt. So bekommt man eine recht gute Übersicht, welche Domainnamen noch frei sind. Für ganz harte Fälle können auch noch automatisch Präfixe und Suffixe wie zum Beispiel  i, my, -ly, -ster vor oder hinter die “Namens-Kombinationen” gesetzt werden. Englische Nomen können teilweise auch noch automatisch mit Plural oder ohne letzten Vokal überprüft werden.

Domainr-Screenshot Falls man keine “Keyword-Domains” sondern lieber Eigennamen mag, kann man versuchen mit Wordoid oder Domai.nr entweder besonders kurze und witzige Domainnamen oder komplette Fantasienamen zu finden. Domai.nr nutzt dazu exotische(re) Domainendungen, wie sie zum Beispiel auch bei del.icio.us oder bit.ly zum Einsatz kommen. Mit Wordoid kann man hingegen Kunstwörter erfinden lassen, die wahlweise Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch klingen können. Die einzige Personalisierungsmöglichkeit ist dabei, Wunschbegriffe oder -Silben vorzugeben, die in der Mitte oder am Ende der erfundenen Namen vorkommen sollen.

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