Smartphone-Banking erfreut sich immer größerer Beliebtheit

Symbole rund um das Smartphone

Bild: Das Smartphone wird in unserem Alltag immer wichtiger – dies betrifft auch das Banking, Quelle: Palau – 187870187/ shutterstock.com

Die Digitalisierung der Welt und unseres Alltags schreitet immer weiter voran. Mittlerweile scheint sie auch im Finanzbereich komplett angekommen zu sein. Immer mehr Menschen nutzen Banking per Smartphone und meiden die Bankfilialen. Ergeben sich daraus eigentlich nur Vorteile?

Schlange stehen am Bankschalter – eine lästige Pflicht, die viele Menschen als notwendiges Übel angesehen haben. Schließlich war dies noch vor Jahren der einzige Weg, wichtige Banktransaktionen durchzuführen. Mit der Einführung von SB-Automaten (Einzahlungen, Überweisungen) sowie Online-Banking-Optionen hat die Nachfrage nach Bankfilialen bereits stark abgenommen. Der neueste Trend ist laut einer BITKOM-Umfrage jedoch „Mobile Banking“, wie auf Faz.net berichtet wird. Demnach nutzen schon 42% der jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren das Smartphone für Bankgeschäfte. 30% aller Befragten Bankkunden gaben zudem an, gar nicht mehr in eine Bankfiliale zu gehen.

Bereits 70% aller Deutschen nutzen Online-Banking

Der Umfrage zufolge nutzen bereits 70% der befragten Personen Online-Banking, um ihren Bankgeschäften nachzugehen. Interessant erscheint dabei auch die relativ gleichmäßige Verteilung der mobilen Nutzung über die verschiedenen Altersgruppen:

AltersgruppeAnteil der Nutzer von "mobile Banking"
14-29 Jahre42%
30-49 Jahre38%
50-64 Jahre35%

Tabelle 1: Anteil der Nutzer von Smartphones und Tablets beim Banking in verschiedenen Altersgruppen

Darüber hinaus zeigt die Umfrage jedoch auch, dass die Deutschen bei mobilen Bankgeschäften nach wie vor vorsichtig sind. So gaben lediglich 13% der Smartphone-Bankkunden an, damit auch Überweisungen durchzuführen. Sehr häufig wird die App lediglich dazu genutzt, den Kontostand unterwegs zu checken. Beim Thema Finanzberatung spiele der Online-Dienst einer Bank zudem bisher kaum eine Rolle, heißt es in dem Artikel weiter.

Wie funktioniert Banking per Smartphone?

Wenn Bankkunden „Mobile Banking“ nutzen möchten, benötigen sie zunächst ein Smartphone. Auch wenn die überwältigende Mehrheit in Deutschland bereits über ein solches Gerät verfügt, gibt es nach wie vor Nutzer alter Handys oder Personen ohne Mobiltelefon. Wer noch nicht im Besitz eines Smartphones ist, kann mittlerweile über das Internet passende Angebote finden oder etwa in einem Elektronikfachmarkt wie Saturn. Ralph Schomaeker-Möller, Geschäftsführer vom Schnäppchenportal Mein-Deal.com verriet uns in einem Telefoninterview, dass gerade bei regionalen Elektronikfachmärkten wie zum Beispiel Saturn oftmals ein Schnäppchen geschossen werden kann. Dafür sorgt die Tiefpreisgarantie der Märkte. Wer das Smartphone woanders günstiger bekommt, erhält bei Saturn denselben Preis. Wichtig ist nur, dass es sich bei dem Gerät um ein internetfähiges Smartphone handelt. Mit einem mobilen Endgerät gibt es nun zwei Optionen, Bankgeschäfte durchzuführen. Zum einen ist es möglich, einfach die mobile Bankwebseite aufzurufen und sich in den eigenen Online-Banking-Account einzuloggen. Zum anderen bieten zahlreiche Banken heute zudem entsprechende Apps an. Die beiden Möglichkeiten sollen nun einander gegenübergestellt werden:

 Mobile WebseiteApp
ZugangSeitenaufruf und Login erforderlichApp-Aufruf und Login
Mögliche BankgeschäfteNahezu alles, was im Online-Banking ebenfalls möglich ist:

  • Kontostand abfragen

  • Überweisungen und Daueraufträge

  • Zugriff auf Kreditkartenkonten

  • Zugriff auf Depots
Es werden je nach Bedarf unterschiedliche Apps angeboten:

  • App zur Kontostandabfrage

  • App für mobiles Banking

  • App für den Zugriff auf Kreditkarten-Konten und Depots
Spezielle Vorteile
  • Vom heimischen Netzwerkt aus oft sicherer

  • Keine Installation einer App notwendig
  • "Kontowecker" zeigen auf dem Smartphone neue Transaktionen an

  • Einige Apps sind auch bankenübergreifend nutzbar
Nachteile
  • Weniger komfortabel

  • Bei Nutzung des smsTAN-Verfahrens lassen sich nicht mit dem gleichen Smartphone Transaktionen durchführen

  • Eventuelle Sicherheitsmängel in öffentlichen W-LAN-Netzen


Tabelle 2: App vs. mobile Webseite – Vergleich der Zugangsmöglichkeiten für „mobile Banking“

Banking per Smartphone – Vor- und Nachteile im Überblick

Dass immer mehr Menschen das Smartphone für Bankgeschäfte nutzen, zeigt auf den ersten Blick, wie technikaffin die Bevölkerung hierzulande ist. Selbst die Menschen, die nicht schon mit dem Internet aufgewachsen sind, nutzen Online-Banking und Banking-Apps. Der hohe Komfort und der schnelle Zugriff sind zudem große Vorteile, die immer mehr Bankkunden zu schätzen wissen. Darüber hinaus können Spezialfunktionen wie der Kontowecker das Leben enorm erleichtern, wenn jemand auf wichtige Geldeingänge wartet. Doch natürlich hat eine solche Entwicklung auch gewisse Nachteile:

  1. Das Filialgeschäft lohnt sich für die Banken immer weniger, so dass mehr Filialen geschlossen werden.
  2. Bei Verständnisfragen gibt es aufgrund einer deutlich geringeren Filialdichte weniger Ansprechpartner.
  3. Banking per Smartphone kann gerade in öffentlichen Hotspots echte Sicherheitsprobleme mit sich bringen.

Infografik: Banking per Smartphone

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