Telefonsex über TRC Telemedia oder MC Multimedia?

Angeblich hatte jemand über ihren Anschluss Telefonsex und jetzt flattert eine Mahnung der TRC Multimedia AG oder “MC Multimedia” über 60, 75 oder gar 190 Euro ins Haus? Kein Grund zur Beunruhigung oder voreiliger Panik!

Wie so oft basiert das dahinterstehende Geschäftsmodell auf der Angst und Unwissenheit der Verbraucher. Selbstverständlich möchte kein vernünftiger Mensch eine Mahnung oder gar einen SCHUFA-Eintrag riskieren, aber in solchen Fällen sind die Befürchtungen meist völlig unbegründet. Als erstes sollte man mit Hilfe des Einzelverbindungsnachweises überprüfen, ob die im Anschreiben angegebenen Rufnummern überhaupt gewählt wurden. Höchstwahrscheinlich wird dies nicht der Fall sein und man kann zurückschreiben, dass es an einem wirksamen Vertragsabschluss mangelt und Beweise für die angebliche Nutzung der Telefonsex-Dienstleistung fordern. Weitere Drohungen mit Zwangsvollstreckungen, Klagen, Strafanzeigen oder SCHUFA-Einträgen kann man getrost ignorieren. Bisher sind noch keine Fälle bekannt, in denen diese Unternehmen wirklich bis vor Gericht gegangen sind. Die Betreiber wissen genausogut wie die Verbraucherzentralen, dass ihre Forderungen einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten würden!

Firmen wie die TRC Multimedia AG oder MC Multimedia bauen darauf, dass sich viele Menschen irgendwann einschüchtern lassen und einfach bezahlen, um die lästige Sache zu beenden. Wenn sich keine stichhaltigen Beweise für angebliche Anmeldungen oder Nutzungen irgendwelcher Dienstleistungen liefern lassen, lautet die wichtigste Regel also: Nicht nachgeben!

Die im Video angesprochene Sammlung der kuriosesten Inkasso-Briefe findet sich bei Computerbetrug.de

Auch dort wird abermals darauf hingewiesen, dass man sich nicht voreilig von Anwälten oder Inkassofirmen einschüchtern lassen sollte!

Eine weitere Warnung findet sich beim Senioren-Kompass, denn gerade ältere Menschen sind teilweise etwas unbeholfen wenn es um Technik und Telekommunikation geht und lassen sich deshalb leider oft einfacher einschüchtern und zur Zahlung bewegen.

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5 Kommentare zu “Telefonsex über TRC Telemedia oder MC Multimedia?”

  1. alex 10 Jun 2008 um 14:12 1

    hallo.ich brauche ihren hilfe. ich habe erst 19.05.08 eine rechnun 75 euro von trc telemedi bekommen,dann habe ich dieses betrag in 8 tagen am 26.05.08 bezahlt.aber habe ich leider 09.06.08 110 euro eine muhnung bekommen. bittee helfen sie mir.was ich machen soll.wenn sie mir eine antwort könnten, ich freue mic…. vielen dank

  2. Matthias 12 Jun 2008 um 22:39 2

    Das wichtigste ist zuerst den Einzelverbindungsnachweis zu überprüfen! Wenn die berechneten Anrufe nie stattgefunden haben, kann man alle Drohungen und Mahnungen ganz einfach komplett ignorieren. Wie im Video und in den verlinkten Beiträgen schon beschrieben, basieren diese Geschäftsmodelle auf Einschüchterung und Verunsicherung! Für nicht erbrachte Leistung muss man nicht zahlen…
    Um auf Nummer sicher zu gehen, würde ich aber trotzdem einen Rat von der Verbraucherzentrale einholen. Das geht übrigens auch telefonisch. ;-)

  3. betroffener 15 Jun 2008 um 01:51 3

    hallo.
    Ich bin auch betroffen. Ich habe gestern drei Rechnungen über je 110.- Franken (wohne in der Schweiz) bekommen von der TRC Telemedia.
    Ich habe diese drei Nummern damals wirklich angerufen, jeweils für weinge Sekunden. 4 Tage später kam ein Anruf, ich hätte gewonnen usw. Ich habe leider meine Adresse angegeben.

    Im Zeitungsinserat steht: 0.52 Franken/Min und in der Rechnung eine Anrufpauschale von 110.- Franken.

    Bin ich verpflichtet diese 330.- Franken zu zahlen?
    Wie soll ich vorgehen?
    Was erwartet mich?

    Herzlichen Dank im Voraus!

  4. Matthias 15 Jun 2008 um 17:49 4

    Da ich kein Rechtsanwalt bin, kann ich natürlich keine rechtsverbindlichen Ratschläge abgeben, aber man liest ja, dass diese Firma es bisher nie darauf ankommen lassen hat die geforderten Beträge tatsächlich vor Gericht einzuklagen. Anscheinend werden haufenweise Rechnungen und Mahnungen verschickt, die die Leute normalerweise irgendwann “weichklopfen” und zur Zahlung bewegen. Wenn man diese ignoriert, passiert laut computerbetrug.de sonst aber nichts weiter. Man muss wohl einfach eine dicke Haut bewahren und die ganze Sache aussitzen. Ich glaube auch nicht, dass ein Richter tatsächlich einer Anrufpauschale von 110 Franken für Verbindungen von wenigen Sekunden zustimmen würde, aber völlige Sicherheit bietet im Endeffekt nur ein Gespräch mit dem eigenen Anwalt oder der Verbraucherzentrale.

  5. Petra 03 Jul 2008 um 16:52 5

    Hallo
    Mein Sohn hat auch solche Briefe bekommen. Die Anrufe fanden nie statt. Er bekam auch einen Anruf er hätte 50.– Euro gewonnen.
    Zuerst eine Rechnung, dann 3 oder 4 Mahnungen und jetzt schreibt ihm die Fa. ALLINKASSO aus München. Mittlerweile beträgt die Forderung schon 266,03 Euro. Zahlschein liegt bei.
    Wir werden bei der Polizei einen Strafantrag gegen beide Firmen erstatten und zusätzlich Stern TV einschalten. Vielleicht müssen endlich die RICHTIGEN bezahlen.

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