Archiv für April, 2008

Vorsicht vor dem Nachbarn

Die Einladung zur Nachbarschaft per E-Mail kann ganz schnell böse Folgen haben. Spätestens wenn die erste Rechnung im Briefkasten liegt, wünscht man sich lieber nie etwas von seinen neuen “Nachbarn” gehört zu haben. Selbst wenn der Nachbar eine Nachbarin ist, die Lena heißt und exklusiv in das Nachbarschafts-Netzwerk einlädt, sollte man skeptisch bleiben.

Einladung deines Nachbars, deiner Nachbarin
Exklusiv für den Nutzer der eMail:

Du wurdest von der in der Betreffzeile erwähnten Person in das
Nachbarschafts-Netzwerk eingeladen!

Du findest im Nachbarschafts-Netz viele deiner Nachbarn wieder und
kannst diese direkt in deine Freundesliste aufnehmen.
Finde nette Leute in deinr Umgebung mit genau deinen Interessen durch
unsere wissenschaftliche Matchingfunktion.

Nachdem erst “nur” E-Mails von Nachbarschafts-Netz, Nachbarn24, Nachbarschaftspost und wie sie alle heißen, verschickt wurden, wird nun auch Zuhause angerufen. Angeblich gibt es wichtige Nachrichten vom Nachbarn, die beispielsweise auf www.nachbarschaftspost.com mit einem Code abgerufen werden können. Auch ich habe schon mehrere dieser Nachrichten auf der Mailbox vorgefunden, aber immer sofort gelöscht. Mittlerweile bin ich richtig genervt, da heute schon wieder ein Anruf dieser Art hier ankam:

Für Sie liegt eine wichtige Nachricht Ihres Nachbarn bereit. Um die Nachricht abzurufen, gehen Sie bitte auf unser Internetportal und geben Sie Ihren persönlichen Code ein.
Bitte notieren Sie: www.nachbarschaftspost.com

Natürlich gibt es keine Nachricht, die E-Mails und Anrufe dienen nur dem Zweck möglichst viele Leute zur Anmeldung zu locken! Die Mitgliedschaft auf diesen Seiten ist nämlich an ein Abonnement gekoppelt und kostet über die Laufzeit von zwei Jahren richtig Geld… Bei 9 Euro Monatsgebühr kommen insgesamt Kosten von 216 Euro auf die Mitglieder zu! Allerdings ist mittlerweile überall zu lesen, dass diese Kosten und Gebühren nicht gezahlt werden müssen, da es sich bei diesen Nachbarschaftsdiensten um Angebote der sogenannten “Nutzlosbranche” handelt. Das gesamte Geschäftsmodell besteht nur darin, Webseiten mit versteckten Abos und Vertragsfallen zu erstellen und dann die Angst der Verbraucher zu nutzen, um über Mahnungen und Inkasso-Briefe abzukassieren.

Inzwischen gab es auch bei verschiedenen Fernsehsender Berichten über Nachbarschaftspost und Nachbarschaft24:

YouTube Preview Image YouTube Preview Image

Fazit: Gleich löschen, nicht anmelden und nicht weiter beachten!

Hier passend zum Thema noch eine Sammlung der kuriosesten Inkasso-Briefe. Was zu tun ist, wenn man sich angemeldet hat, erfährt man ebenfalls bei computerbetrug.de.

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100-Millionen Mobilfunkanschlüsse in Deutschland

Bereits im August 2006 überschritt die Zahl der Mobilfunkanschlüsse in Deutschland die Einwohnerzahl, doch diesen April wurde laut dem Branchenverband Bitkom eine weitere Höchstmarke durchbrochen. Aktuell gibt es mehr als 100-Millionen Mobilfunkanschlüsse in Deutschland! Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Handyverträge auf 107-Millionen ansteigen. Im Ländervergleich liegt Deutschland damit schon über westeuropäischem Schnitt und weltweit auf Platz 7.

BITKOM Grafik

BITKOM-Grafik

Interessant ist, dass die Ära des digitalen Mobilfunks erst Mitte 1992 begann und sich schon bis Ende 1993 eine knappe Million Kunden fanden. Der Boom und der rasante Zuwachs der Mobilfunkanschlüsse kam jedoch erst 1999 und 2000 mit Erscheinen der ersten Prepaidkarten auf. 2010 rechnet der BITKOM mit 120 Handyverträgen pro 100 Einwohnern. Bereits heute hat jeder fünfte Deutsche statistisch gesehen zwei Handys.

Als Gründe für das starke und weiter ansteigende Wachstum werden vor allem die immer preiswerteren Tarife und die Funktionsvielfalt der neuen Endgeräte genannt. Beispielsweise nimmt die Zahl der Mobilfunkanschlüsse für reine Datendienste ebenfalls signifikant zu. So gab es Ende 2007 schon mehr als 10 Millionen UMTS-Nutzer in Deutschland und diese Zahl soll sich dieses Jahr noch um 60% auf 16 Millionen UMTS-Anschlüsse steigern.

BITKOM Grafik

Die Mobilfunkanbieter machten 2007 mit Datendiensten wie UMTS über 11% ihres Umsatzes und 2008 soll der Umsatzanteil sogar auf 14% steigen. Mobiles Internet wird unbestritten immer wichtiger und interessanter für den Massenmarkt. Dass die Nutzung von SMS und MMS dadurch sinkt, ist nicht verwunderlich. Der BITKOM schätzt, dass 2008 der Umsatzanteil von SMS und MMS auf 13% schrumpft.

1 Kommentar »Mobilfunk

Merkel Podcast gegen Raubkopien

In der neusten Folge des Podcasts unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel geht es um “illegale Raubkopien aus dem Internet“, denn gestern war “Tag des geistigen Eigentums”. Anlass für ihre “Videobotschaft” war anscheinend ein offener Brief von über 200 “prominenten” Künstlern, unter anderem haben Tokio Hotel, Herbert Grönemeyer, Thomas Quasthoff, Bernd Eichinger und Til Schweiger unterzeichnet. Über die restlichen 195 prominenten Künstler erfährt man in der Meldung der Tagesschau leider nichts.

Angela Merkel zeigte jedenfalls Verständnis für die Bitte, “den Schutz kultureller Produkte in der digitalen Welt zur Chefsache zu machen”. Es wurde abermals hervorgehoben, dass Raubkopien kein Kavaliersdelikt sind. Allerdings stellt sich die Frage, ob Frau Merkel wirklich verstanden hat wobei es beim Herunterladen von illegalen Raubkopien eigentlich geht. Ab Minute 2:26 tut sie nämlich folgendes kund:

Bestimmte Dinge können wir national alleine nicht lösen. Deshalb müssen wir dies im internationalen Rahmen machen, denn das Herunterladen von Computern ist eine Sache, vor der nationale Grenzen nicht schützen können.

Die gesamte Rede ist hier nachzulesen. Ich will keinesfalls auf Kleinigkeiten herumreiten, aber Computer kann und wird man nicht herunterladen können und deshalb hätte ich so eine Aussage nie in einer Videobotschaft der Bundeskanzlerin stehengelassen oder überhaupt erst veröffentlicht. Angesichts der Meldungen über Kosten im fünfstelligen Bereich pro Folge, dürfte man eigentlich erwarten, dass Frau Merkel kompetente Berater zur Seite stehen, die Pannen dieser Art verhindern könnten.

YouTube Preview Image

Zum Schluss aber noch etwas Erfreuliches: Laut der Tagesschau wird die Forderung der Künstler ebenfalls vom Bundesverband Musikindustrie, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Gema unterstützt. Erstaunlicherweise verweisen die eben genannten auf Initiativen in Frankreich und England, wo Internetnutzer zuerst Warnhinweise bekommen, wenn sie durch Urheberrechtsverletzungen auffallen. Falls die Warnungen nicht beachtet werden, ist die nächste Maßnahme eine befristete Sperre des Internetanschlusses. Falls das tatsächlich so besteht und gehandhabt wird, finde ich dies wirklich sehr gut und viel vernünftiger als das Vorgehen hier in Deutschland.

12 Kommentare »Kurios

Erste WordPress 2.5 Sicherheitslücke

Bei der vor einem knappen Monat erschienenen WordPress Version 2.5 Brecker ist gestern die erste Sicherheitslücke entdeckt worden. Aus diesem Grund wurde das Release der Version 2.5.1 vorgezogen und diese wurde gestern Abend veröffentlicht.

Genauere Informationen zur Sicherheitslücke finden sich zwar nicht auf WordPress Deutschland, es wird lediglich darauf hingewiesen, dass das Sicherheitsproblem “schwerwiegend” ist und man deshalb unbedingt upgraden sollte. Der Grund für die ungenaue Angabe findet sich jedoch im englischen Beitrag auf WordPress.org. Dort erfährt man, dass die Sicherheitslücke bisher noch nicht öffentlich bekannt ist und selbstverständlich ist es im Interesse von jedem WordPress Nutzer, dass dies möglichst lange so bleibt. Ich habe gestern Abend trotzdem schon mit der englischen Version das Update durchgeführt, nur um ganz sicherzugehen. Mittlerweile steht aber auch die deutschsprachige Version zur Verfügung. Das Update verlief völlig reibungslos und hat nur ein paar Minuten gedauert, also nicht zögern und wirklich so bald wie möglich upgraden!

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Nigeria Connection auch bei Amazon aktiv?

Die sogenannte “Nigeria Connection” ist den meisten Leuten bisher oft nur von eBay oder dubiosen E-Mails her bekannt. Mit Hilfe von gefälschten Verkaufsmitteilungen oder abenteuerlichen Geschichten wurde versucht ahnungslose Leute zur Zahlung von Geldbeträgen oder zum Versand von hochwertigen elektronischen Geräten zu bewegen. Das ganze nennt sich auch “Vorauszahlungsbetrug“.

Vor etwas über einem Jahr sollte ich schon einmal mein bei eBay angebotenes Handy nach Nigeria schicken, für 500 Euro. Damals habe ich mich umfassend über die Angelegenheit informiert und den Eindruck gewonnen, dass solche Betrugsversuche relativ einfach zu erkennen und auf einige wenige eBay Angebote beschränkt sind. Nun habe ich eine ähnliche Anfrage aber auch bei Amazon erhalten, hier ging es ebenfalls um ein Handy. Allerdings war die Anfrage in diesem Fall keine privates Anschreiben in Form einer E-Mail, sondern eine gefälschte Verkaufsbenachrichtigung die angeblich von Amazon stammen sollte.

Sie haben soeben erfolgreich in Amazon Marketplace
verkauft! Wir haben den Erloes des Verkaufes Ihrem Amazon Payments
Konto gutgeschrieben. Von hier wird dann die Ueberweisung
auf Ihr Bankkonto ausgefuehrt.

Bitte versenden Sie den Artikel umgehend per Standardsendung. Wir
empfehlen Ihnen, innerhalb von zwei Werktagen nach dem
Verkauf am 14.04.2008 die Ware zu versenden. Andernfalls gelten die von
Ihnen angegebenen Versandbedingungen.

****************************************************************
Beachten Sie bitte unsere Richtlinien zum Versand:

http://wwwamazon..de/exec/obidos/tg/browse/-/3366791/

****************************************************************

Anbei die Versandadresse Ihres Kaeufers (Geben Sie bitte als
Absenderadresse Ihre eigene Adresse an und legen Sie den Packzettel
aus dieser E-Mail
bei.)
Adressaufkleber
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Hier ist Versandadresse unten;
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O E Elegbede
3, fatade street off baruwa bus/stop
Ipaja,Lagos,
23401,Nigeria,
- – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – -
- – - – - – - -
PACKZETTEL:

An:O E Elegbede
Adresszeile 1: 3, fatade street off baruwa bus/stop
Adresszeile 2:
Adresszeile 3: Ipaja
Staat: Lagos
Postleitzahl: 23401
Land: Nigeria
Name des Kaeufers: Robert Smith
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Hier die Details Ihres erfolgreichen Verkaufs in
Amazon Marketplace:
Angebote: 1
Anzahl bestellter Artikel: 1
Artikel: Sony Ericsson K200i Metallic Black Handy ohne Branding
[Elektronik]
Angebotsnummer:
SKU:
Menge: 1
Kaufpreis des Kaeufers: EUR 41,99
E-Mail-Adresse des Kaeufers: robertsmith247@gmail.com
Angebotsnummer:
Transaktion:
Datum des Verkaufs: 14.04.2008
Amazon Verkaufsgebuehr: (EUR 6,99)
Versandkostengutschrift: EUR 70,00
Abzueglich der Umsatzsteuer: (EUR 00,00)
Ihr Guthaben (in Ihrem Payments-Konto): EUR 105,00
Sie koennen die Details Ihres Angebotes einsehen
unter:
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- – - – - – - -
Das Guthaben auf Ihrem Payments-Konto wird automatisch
alle 14 Tage auf Ihr Bankkonto ueberwiesen. Sie koennen den Status
Ihrer Transaktion jederzeit einsehen. Gehen Sie dazu einfach
auf die Seite \”Ihre Payments-Transaktionen\” –
INFORMATIONEN ZU IHREM GUTHABEN: Falls Sie uns Ihre
Bankverbindung
noch nicht angegeben haben, sollten Sie
dies nachholen sobald es Ihnen moeglich ist. Amazon
Payments kann Ihnen
Ihr Guthaben NICHT AUSBEZAHLEN bis wir Ihre vollstaendige
Bankverbindung
erhalten haben. Wenn Sie das jetzt nachholen moechten,
folgen Sie
einfach dem Link: –

HINWEIS: Verkaufer erklaeren sich damit einverstanden,
die Ware innerhalb
von dem in den Versandbedingungen angegebenen Zeitraum
zu versenden.
Sollte der Versand nicht sofort in die Wege geleitet werden,
kann dies negative
Kaeuferbewertungen zur Folge haben, die Rueckforderung
der Versandkostenpauschale und sogar die Sperrung des
Verkaeuferkontos. Sollten Sie einmal einen Artikel, den Sie bereits
verkauft
haben, nicht versenden koennen, koennen Sie eine vollstaendige
Rueckerstattung des Kaufpreises an den Kaeufer veranlassen. Befolgen
Sie dazu einfach
diese Schritte:
1. Gehen Sie in Ihr Verkaeuferkonto.
2. Klicken Sie auf den Link \”Verwalten Sie Ihr Amazon Payments-Konto\”.
3. Klicken Sie dann auf den Link \”Payments Transaktionen suchen\” und
melden Sie sich an.
4. Nach erfolgreicher Anmeldung legen Sie den Zeitraum
fuer Ihre Suche fest (die Voreinstellung betraegt 15 Tage).
Druecken Sie \”Suchen\”, um sich Ihre Transaktionen anzeigen zu
lassen. 5. In der Liste mit den Transaktionen suchen Sie diejenige aus,
zu der Sie eine Rueckerstattung veranlassen moechten und klickenauf
die Transaktionsnummer.
6. Klicken Sie auf den Link \”Rueckerstattung an Kaeufer\”, um die
Rueckerstattung in die Wege zu leiten

Die ganzen Rechtschreibfehler und die falschen Internetadressen sollten jeden, der eine ähnliche E-Mail erhält, relativ schnell erkennen lassen, dass es sich hierbei keinesfalls um eine offizielle Mitteilung von Amazon handeln kann. Die Betrüger haben zwar versucht die Verkaufsbenachrichtigungen von Amazon möglichst genau zu imitieren, aber Amazon versendet seit dem 12. Februar 2008 die Benachrichtigungen nicht mehr nach diesem Muster. Hier ein Auszug aus der Amazon-Mitteilung an Verkäufer des Marketplace:

Um die Vertraulichkeit von Kundeninformationen zu schützen und die Seriosität und Sicherheit der Kommunikation bezüglich Bestellungen zu erhöhen, haben wir die E-Mail „Amazon Marketplace: Artikel verkauft – Bitte jetzt versenden“ zum Dienstag, den 12. Februar 2008 geändert.

Diese Benachrichtigung enthält jetzt nur noch folgende Angaben:
- Bestellnummer, Datum und Zeit
- SKU, Artikelname und Bestellmenge
- Verkaufspreis, Versandkostenpauschale und den Betrag, den Sie aus diesem Verkauf erhalten

Informationen über den Käufer wie z. B. dessen E-Mail-Adresse und die Lieferadresse sind nicht mehr enthalten. Es ist dann notwendig, diese Informationen anderweitig abzurufen.

Neue, beziehungsweise aktuelle Verkaufs-Benachrichtigungen sehen beispielsweise so aus:

Sehr geehrte(r) seller@isp.com,
Sie haben soeben erfolgreich in Amazon Marketplace verkauft!

Transaktionsnummer: 736-1234567-1234567

Bitte versenden Sie den/die Artikel umgehend per Standardversand.

Artikel: in by Newby, Eric
Zustand: gebraucht – gut
Zusätzliche Anmerkungen: Ecke umgeknickt
Angebotsnummer: 0221W371234
SKU: BA234567
Menge: 1
Verkauft am: 12.02.2008
Kaufpreis des Käufers: EUR 6,50
Amazon Verkaufsgebühr: (EUR 2,33)
Versandkostenpauschale: EUR 3,99
Abzüglich der Umsatzsteuer: (EUR 0,00)
Ihre Gutschrift (auf Ihr Payments-Konto): EUR 8,16

Wir empfehlen Ihnen die Ware innerhalb von zwei Werktagen ab dem Verkauf am 12.02.2008 zu versenden. Andernfalls gelten die von Ihnen angegebenen Versandbedingungen.
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VERSANDINFORMATIONEN:
Die Versandadresse Ihres Käufers erhalten Sie über folgenden Weg in Ihrem Verkäufer-Konto angezeigt:
1. Gehen Sie auf die Website von Amazon.de und klicken Sie rechts oben auf “Mein Konto”. Auf der folgenden Seite sehen Sie rechts den Link “Ihr Verkäufer-Konto”.
2. Klicken Sie in Ihrem Verkäufer-Konto unter der Kategorie “Eingegangene Bestellungen verwalten” auf den Link “Ihre neuesten Bestellungen bei Marketplace aufrufen”. Die Voreinstellung ist 7 Tage.
Suchen Sie nach der Bestellung “058-1234567-1234567″. Falls die Bestellung älter als 7 Tage ist, können Sie diese auch anhand der Transaktionsnummer suchen.
3. Klicken Sie direkt auf die Amazon Payments Transaktionsnummer und Sie sehen Sie alle Details zum Verkauf – einschließlich der Versandadresse. Auf dieser Seite können Sie sich auch einen Versandaufkleber und Packzettel ausdrucken lassen.
Bitte beachten Sie, dass Sie von Amazon eine Versandkostenpauschale von €3,00 erhalten. Ein Versand der Ware ist auch dann erforderlich, wenn die tatsächlichen Versandkosten über der Pauschale liegen.
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Es ist jetzt zwar etwas umständlicher an die Versandadresse und alle weitere Daten zu kommen, aber dadurch ist es einwandfrei sicherer für Käufer und Verkäufer! Ich finde die Änderung ausgesprochen sinnvoll, denn wenn man immer erst die Amazon Webseite besuchen und sich einloggen muss, ist sichergestellt, dass man Betrügern und Phishern nicht auf den Leim gehen kann. Also im Zweifel immer selber www.amazon.de in die Adresszeile des Browsers eingeben und sich dort in den Account einloggen!

Mr. Smith hat mir nach der gefälschten Verkaufsbenachrichtigung sogar noch weitere E-Mails geschrieben. Angeblich hat er die Zahlung für das Handy vorgenommen und will im Austausch die Trackingnummer, um nachschauen zu können, ob das Handy auch rechtzeitig zum Geburtstag seines Vaters in Nigeria ankommt.

Hallo Verkäufer

Wie machst du heute? Nur, damit Sie wissen, dass ich gerade eine
Zahlung für Ihren Artikel,Sony Ericsson K200i Metallic Black Handy
ohne Branding [Elektronik] mit amazon, und sie lassen Sie mich wissen,
dass Sie erhalten eine Bestätigung der Zahlung, dies so bald wie haben
Sie die Zahlung
Bestätigung von ihnen will ich fordere Sie auf, die nach Artikel
umgehend per Post Deutschland und wieder zurück zu mir mit der
Lieferung Tracking-Nummer als soo wie möglich zu gestalten,

Hier ist der Versand-Adresse, die ich habe, wie meine amazon Versand
Details siehe unten;

O E Elegbede
3, fatade street off baruwa bus stop
Ipaja, Lagos,
23401,Nigeria,

Beachten Sie, dass Sie den Artikel haben sollten, bevor Sie nach dem
Ende der heute zu meinem Vater in Nigeria für den Geburtstag
Geschenk-und wieder zurück zu mir mit der Tracking-Nummer, sobald Sie
haben den Artikel posten,

Look Forward zu lesen, schon bald von Ihnen,

M f g
Mr Robert.

Wenigstens kann man bei Phishing-Mails dieser Art etwas Schmunzeln. Das Deutsch der automatisch übersetzten E-Mails ist so schlecht, dass man es schon fast für einen Scherz halten könnte. Natürlich habe ich seine E-Mail nicht beantwortet und so kam 3 Tage später eine erneute Anfrage.

Hallo

Wie machst du heute? Nur, damit Sie wissen, dass ich immer noch darauf warten, gelesen von Ihnen mit der Tracking-Nummer der Lieferung, so bald wie möglich zu tun, damit Sie zu mir zurück, sobald Sie lesen meine E-mail.Thanks

Mr Robert.

Am besten finde ich ja immer das “Wie machst Du heute?” in seinen E-Mails, das sorgt unweigerlich für gute Laune. Nachdem er mich schon zwei Mal zum Lachen gebracht hat, wollte ich ihn nicht länger im ungewissen warten lassen und habe ihm einfach folgenden Internetadresse geschickt:

www.419eater.com

Ich hoffe er kann ebenfalls über die Fotos seiner Landsleute lachen, vielleicht findet er ja sogar ein paar Fotos von der Geburtstagsfeier seines Vaters in Nigeria! :-P

3 Kommentare »Internet

Simyo Kunden sind vollkommen zufrieden

Laut einer unabhängigen Studie sind die Kunden von Simyo, die zufriedensten Kunden auf dem Mobilfunkmarkt! Das Bielefelder Forschungsinstitut “Best Research” hat 2007 zwischen November und Dezember 3.350 deutsche Mobilfunkkunden nach der Zufriedenheit mit ihrem Anbieter befragt und Simyo hat im Vergleich zu allen anderen Anbietern, wie Vodafone, O2 und T-Mobile, am besten abgeschnitten. Interessant ist auch, dass 90% der Kunden von Simyo ihren Anbieter bereits weiterempfohlen haben. Es wird davon ausgegangen, dass mittlerweile jeder dritte Kunde durch Mund-zu-Mund-Propaganda zu Simyo findet!

60% der Simyo Kunden sind so loyal, dass sie ihren Anbieter in Zukunft nicht wechseln wollen. Bei den anderen Anbietern liegt der Anteil der loyalen, nicht wechselwilligen Kunden gerade mal zwischen 20 und knappen 30%.

Simyo gilt insgesamt als besonders attraktive, vertrauenswürdige und faire Marke auf dem Mobilfunkmarkt. Aber nicht nur der einfache Tarif, sondern auch die Webseite und der Kundenservice gefallen den Kunden. Mehr als die Hälfte der Simyo Kunden loben die schnellen Bearbeitungszeiten des Supports. Die Freundlichkeit, persönliche Motivation und die Klarheit in den Antworten der Mitarbeiter werden ebenfalls hoch geschätzt.

Ich persönlich kann die Ergebnisse der Studie nur bestätigen. Simyo ist auch mein persönlicher Lieblingsmobilfunkanbieter! ;-)

Besonders gefällt mir, dass Simyo bisher alle Tarifsenkungen mitgemacht hat. Wenn ein Mitbewerber mit einem auch nur etwas günstigeren Tarif auf den Markt gekommen ist, sind die Simyo-Tarife ebenfalls kurz danach auf das gleiche Preisniveau gesenkt worden. Automatisch und für alle Kunden. Bei anderen Anbietern schauen Bestandskunden oft in die Röhre und nur die Neukunden werden mit hohen Provisionen geködert

Abschließend bleibt zu sagen, dass man von solchen Studien halten kann was man will, die Fairness des Prepaidangebots von Simyo ist auch sonst offensichtlich und sofort einleuchtend. 9 Cent rund um die Uhr in alle Netze ohne Grundgebühr und Mindestumsatz ist eine Ansage, die jeder versteht!

1 Kommentar »Mobilfunk

Handy Abzocke und Spam in Freundesnetzwerken

Männliche Mitglieder bei unddu.de und ähnlichen Freundesnetzwerken oder Online-Communitys werden sicher auch schon mal eine der schlecht formulierten Spam-Nachrichten von (angeblich) recht hübschen weiblichen Mitgliedern erhalten haben. Hier gleich ein paar Beispiele:

Hee. Endlich finde ich mal ein tolles Profil und ich will nun mehr von Dir wissen. Blöd, dass ich so selten ins Internet kann, aber ich will Dich unbedingt kennenlernen. Aber wir können uns doch sicherlich mal treffen, oder?
Finde ich sowieso viel besser zum kennenlernen. Ich geb Dir gern schonmal meine Nummer 01520 7739862 Meld Dich einfach, wenn Du Lust hast alles gute Rabea

Hey naaa du wie geht’s dir? Ich hoffe du hast nix dagegen das ich dich einfach so ganz frech hier anschreibe…hihi :) ich bin auf der arbeit immer heimlich im internet wenn nix zu tun ist und dann schau ich hier ab und zu mal rein und guck nach ein paar netten Jungs.ich hoffe mal dich hat hier noch keine andere weggeschnappt *g* leider muss ich gleich wieder was tun aber wenn du magst kannst du mir ja gern auf meine nummer schreiben,da erreichst du mich eigentlich immer und ich bekomm hier keinen ärger :-) ich schick sie dir einfach malaber gib sie bitte nicht weiter..016099283800 ist meine nr. schreib mir doch einfach mal nachher wenn du magst,ich schick dir denn auch gern ein bild von mir ;) ich würd mich auf jeden fall sehr freuen wenn du dich meldest *g*
bussi Sissy

oder auch:

Huhu *grins* war gerade bei meiner arbeitskollegin on und da sind wir auf dein profil gestolpert, da ich es sehr interessant fand ,habe ich mir gerade ein profil gemacht um dich anschreiben zu können hehe ,hoffe das ist kein problem für dich und vielleicht freust du dich ja auch ein bisschen ;-)
Oh ich habe dir noch gar nicht gesagt wie ich heisse oder ? ich muss auch immer alles vergessen hehe jetzt kennst du auch gleich meine schwaeche hehe *spass* ich heisse leyla ,alles andere findest du in meinem profil kannst ja mal reinschauen wenn du magst ;-) habe leider kein internet sonst häte ich dich bestimmt schon früher angeschrieben *grins* Daher gebe ich dir jetzt einfach meine Nummer ,wehe du stellst was mit ihr an ausser dich mal bei mir zu melden *lach* okay vertraue dir jetzt einfach mal 015208276529 wäre schön wenn ich was von dir hören würde ,vielleicht kannman ja auch mal zusammen was unternehmen ;-) wäre schön ,meld dich einfach mal ich werde dir auch antworten .Leyla

Eher offensiv:

Ich bin jung spontan und auf der suche nach einem abenteuer. bin frisch getrennt und will mich nur „belehren lassen“ hilf mir schreib mir schnell
PS: meine nummer ist 01731005997 und ich heisse Lia

Eigentlich recht offensichtlich, dass es sich dabei keinesfalls um echte Kontaktversuche handeln kann, aber ich denke viele Jungs und Männer fühlen sich erstmal sehr geschmeichelt und rufen die angegebenen Nummern an. Einige antworten aber auch direkt im Gästebuch der Absenderinnen…

hey sissy!!! hübsches bild!!! ne macht mir nix aus das du mir schreibst!!!!
naja wünsch dir noch nen schönes weekend!!!!

Andere haben den Zweck der Nachricht wiederum verstanden und machen ihrem Unmut Luft:

wenn ihr leute geld abziehen wollt dann nemht wenigstens nen hübsches mädchen als bild un nicht sone kackbratze

In letzter Zeit haben diese Spam-Nachrichten komischerweise geradezu inflationär zugenommen. Ich bin aber nur darauf aufmerksam geworden, weil unddu über jede neue Nachricht per E-Mail informiert und so hatte ich 20 E-Mails im Postfach, die mich auf Nachrichten von SweetMausi, Leylastar, Charlee, lauraeinsam, Babyqirl und ladydeluxe88 aufmerksam machen wollten…

Sicherlich ein Grund mal wieder bei unddu vorbeizuschauen. Allerdings nur um das Profil endgültig zu löschen! Bisher habe ich unddu nämlich überhaupt nicht genutzt. Der Grund für die Anmeldung war eigentlich auch nur der kurze Test von Robert Basic, der zwar nicht gerade gut ausfiel, aber dennoch zum Selber-Anschauen motiviert hat. Ich habe aber sehr schnell festgestellt, dass es für mich keinerlei Nutzen oder Mehrwert bietet und auch niemand dort angemeldet ist, den ich kenne oder kennen möchte. Mehr Informationen zu den “tollen” Funktionen und Möglichkeiten bei unddu.de finden sich auf Kapitalismus.de, das Urteil fällt dort mit “laaaaaaaaaangweilig” aber auch nicht gerade gut aus.

Komischerweise findet man zu den “Ruf mich an”-Nachrichten aber noch keine Hintergrundinformationen im Internet und mir erschließt sich bisher auch noch nicht, wie damit Geld verdient werden soll!? Die Nummern sind ganz normale Handynummern, keine teuren 0900- oder 0137-Nummern, wie bei bisher bekannten Abzock-Versuchen.

Nachdem ich gestern sogar bei den Lokalisten eine Nachricht dieser Art bekommen habe, wollte ich doch mal genauer wissen, was dahintersteckt und habe eine alte Prepaidkarte mit 5 Euro Restguthaben rausgesucht und mit unterdrückter Nummer mal die ganzen heißen Schnecken angerufen. ;-) Leider konnte ich immer nur eine Vodafone Mailbox erreichen. Wird wohl doch nichts mit den versprochenen Treffen. :-( Mich würde jetzt wirklich interessieren, was die Spammer mit diesen Nachrichten bezwecken.

Andere Blogger haben sich bisher nur über die zusätzlich auftretenden “Schau’ Dir doch mal mein Profil”-Werbe-Nachrichten bei unddu beschwert. Auf Hype^2.0 kann man ganz gut nachlesen, worum es dabei geht. Bei unddu tummeln sich, neben den ganzen “Handyschnecken”, auch noch einige Leute, die ihr Profil als Werbefläche nutzen wollen und irgendwelche Mode- oder Video-Podcasts aufziehen.

Nach langem Suchen habe ich nun endlich herausgefunden, wie man sein unddu-Profil komplett löschen kann. Sinnigerweise gibt es keinen Button und keine Funktion dazu, man muss extra eine E-Mail an “Chris” schreiben. Im unddu Forum wurde die Frage “Wie kann ich meinen unddu Account löschen” auch schon sehr oft gestellt, aber die Hürde mit der E-Mail führt natürlich bei vielen dazu, dass man den Account einfach ruhen lässt und sich nur abmeldet anstatt das ganze Profil zu löschen. Vielleicht gut für die Mitgliederzahlen der Community, aber sicherlich schlecht für die Zufriedenheit der Nutzer.

43 Kommentare »Internet

Alexa verbessert das Ranking

Der ProBlogger Darren Rowse und TechCrunch haben heute morgen schon darüber berichtet, dass Alexa das Ranking überarbeitet hat und nun neben den Daten der Toolbar-Benutzer auch andere Quellen zur Bewertung heranzieht.

Die ersten Auswirkungen der Überarbeitung des Rankingsystems auf amerikanische Blogs lassen sich bereits nachvollziehen. Shoemoney.com beispielsweise ist von einem 2xxx Ranking nun auf 19818 gelandet. Das Ranking von JohnChow ist ebenfalls von 5xxx auf 17088 gefallen. Diese Veränderungen werden damit begründet, dass die Besucher von “Tech Blogs” häufiger die Alexa Toolbar installiert haben und somit bisher das Ranking zugunsten dieser Seiten verzerrt haben. Laut TechCrunch wurden im Zuge der Ranking-Anpassung zum Beispiel Seiten mit politischen Themen stark hochgestuft. Bei Alexa scheint man nun also wirklich um Ausgleich, beziehungsweise einen fairen Vergleich bemüht zu sein.

Die Bekanntgabe auf der Alexa Webseite verrät allerdings leider nicht, welche anderen Faktoren jetzt genau ins Ranking einfließen oder aus welchen Quellen die neuen Daten stammen. Es ist nur die Rede von einer verbesserten Methodik sowie neuen Algorithmen…

Neues Alexa Ranking

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Nokia N95 8GB kostenlos mit Auszahlung

Im vorherigen Beitrag habe ich erklärt was Schubladenverträge sind und nun will ich auch gleich mal ein wirklich gutes “Praxisbeispiel” präsentieren… ;-)

Vorweg soll gesagt sein, dass ich mit dem Anbieter nichts zu tun habe und auch keine Provision o.Ä. bekomme. Die einzige Verbindung besteht darin, dass ich letzten Monat ein ähnliches Angebot wahrgenommen habe. Die Abwicklung und auch die Überweisung der Auszahlung verliefen völlig reibungslos und so kann ich den Anbieter nur empfehlen.

Noch bis zum 20.04. werden viele gute Handys mit Auszahlung angeboten. Wer auf der Suche nach einem neuem Handy, wie zum Beispiel dem Sony-Ericsson W880i oder dem Nokia N95 8GB ist, sollte hier zuschlagen!

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5 Kommentare »Schubladenverträge

Was ist ein Schubladenvertrag? Wo findet man Schubladenverträge?

Im Beitrag über das kostenlose Nokia N95 habe ich schon mal kurz etwas über “Schubladenverträge” geschrieben. Den meisten Verbrauchern und Handynutzern werden Schubladenverträge jedoch völlig unbekannt sein, dabei kann man von diesen Angeboten sehr profitieren, solange man ein paar grundsätzliche Dinge beachtet!

Was sind Schubladenverträge?

Einen richtigen oder offiziellen, beziehungsweise DEN “Schubladenvertrag” an sich gibt es eigentlich gar nicht. Mit diesem umgangssprachlichen Ausdruck werden lediglich Mobilfunkverträge bezeichnet, bei deren Abschluss der Kunde eine hohe Auszahlung bekommt, die die über die Vertragslaufzeit anfallenden Grundgebühren völlig abdeckt.

Wenn es sich bei dem Handyvertrag nicht um einen Angebot mit Inklusivminuten oder Mindestumsatz, sondern reiner Grundgebühr handelt, lohnt es sich für die Kunden meist nicht, den Vertrag aktiv zu nutzen. Deshalb landen die Simkarten dieser Mobilfunkverträge meistens in der Schublade bis die Vertragslaufzeit vorüber ist… ;-)

Auszahlung oder Zugabe

Neben der Barauszahlung gibt es auch viele Angebote bei denen der Kunde teure Elektronikgeräte, wie zum Beispiel LCD-Fernseher umsonst bekommt. Würde man die Geräte nach Vertragsabschluss verkaufen und die Kosten für die anfallenden Grundgebühren abziehen, bliebe oft ein erstaunlich hoher Gewinn übrig.

Die erfahrenen Kunden sind jedoch meist sowieso auf der Suche nach einem neuen Laptop, Flachbildfernseher oder einer Spielkonsole und nutzen den Abschluss eines Schubladenvertrags um billiger an das Gerät heranzukommen. So kann man beispielsweise ein nagelneues Macbook in Verbindung mit einem “Mobilfunkvertrag für die Schublade” schon für 300 bis 400 Euro bekommen.

Wie und warum funktioniert ein Schubladenvertrag?

Der Mobilfunkmarkt in Deutschland ist gesättigt. Anders ausgedrückt: (Fast) jeder Bürger hat heute mindestens ein Mobiltelefon und damit eigentlich keinen Grund einen neuen Vertrag abzuschließen. Statistisch gesehen gibt es in Deutschland sogar mehr Handys als Einwohner. Die Netzbetreiber sind aber daran interessiert neue Kunden zu gewinnen und den anderen Providern Kunden “abzujagen”. Ein Mittel dazu sind, neben neuen attraktiven Tarifen oder Werbung mit Prominenten, eben die Provisionszahlungen.

Die Mobilfunkhändler bekommen von den Netzbetreibern für jeden Vertragsabschluss sehr hohe Provisionen ausgezahlt. Und je mehr Mobilfunkverträge ein Händler verkauft, desto besser werden seine Konditionen. Also haben sich viele Händler dazu entschlossen, ihre Kunden teilweise an den Provisionen teilhaben zu lassen und ihnen attraktive Zugaben oder Auszahlungen anzubieten. Dadurch können sie die Zahl der abgeschlossen Handyverträge erhöhen und in Folge auch bessere Konditionen beim Netzbetreiber bekommen. Wie ein Angebot für einen Schubladenvertrag im Einzelnen ausfällt, hängt also immer vom jeweiligen Händler ab.

Wo gibt es Schubladenverträge?

Wichtigste Regel: Wer bei einem Händler nach einem Schubladenvertrag fragt, wird sicher keinen bekommen!

Die meisten Händler sind sich zwar völlig im Klaren darüber, dass die Handyverträge ihrer Angebote mit Auszahlung oder Zugabe selten für die alltäglichen Handygespräche genutzt werden, aber trotzdem haben sie kein Interesse daran, ausdrücklich “Schubladenverträge” zu verkaufen. Also gegenüber Händler und Mobilfunkbetreiber niemals das Wort “Schubladenvertrag” erwähnen!

Wie findet man Angebote für Schubladenverträge?

Da Schubladenverträge nicht als Schubladenverträge angepriesen werden, muss man einfach die Augen offenhalten und entsprechende Angebote kurz selbst nachrechnen. Alternativ kann man natürlich auch hier im Blog mitlesen, oder den Feed über RSS oder E-Mail abonnieren. ;-)

Die eigene Rechnung, mit der man bestimmen kann, ob sich ein Angebot lohnt, ist wirklich sehr simpel. Komischerweise trauen die meisten Leute entweder ihrem Verstand nicht, oder sie setzen ihn gar nicht erst ein und fallen somit in beiden Situationen auf die Nase…

Anfallende Gebühren berechnen:

Normalerweise laufen Handyverträge über zwei Jahre, also 24 Monate. Die Kosten werden üblicherweise pro Monat angegeben, meist betragen die Grundgebühren knapp 10 oder 15 Euro. Multipliziert man diesen Wert mit 24 und addiert eine eventuell anfallende Anschlussgebühr dazu, hat man bei fairen Angeboten schon alle anfallenden Kosten berechnet. Oftmals kann man mit Kosten von circa 360 Euro über zwei Jahre rechnen.

Gewinn oder Wert vom Angebot berechnen:

Wenn es zum Handyvertrag eine Auszahlung gibt, muss hier nichts mehr berechnet werden. Bekommt man das Handy beispielsweise in Verbindung mit einem Vertrag für 360 Euro und einer Auszahlung von 350 Euro umsonst, zahlt man effektiv über die zwei Jahre 10 Euro dafür. Bei besonders guten Angeboten liegt die Auszahlung oft sogar über den anfallenden Kosten, das heißt man bekommt ein neues Handy und 10, 20, 30 oder 40 Euro obendrauf!

Falls es eine Zugabe zum Handyvertrag gibt, sollte man bei Preisvergleich-Anbietern den Neupreis der Ware recherchieren. Anschließend ist aber ganz wichtig noch bei eBay nach dem aktuellen Marktwert oder „Straßenverkaufspreis“ zu schauen! Oft liegt dieser nämlich 10 bis 50 Euro unter dem Neupreis. Diesen Abschlag sollte man in die Berechnungen miteinbeziehen.

Hier ein Beispiel: Der Handyvertrag mit einem simplen Handy und Laptop kostet 360 Euro über zwei Jahre. Das Handy würde neu 90 Euro kosten, auf eBay bekommt man aber nur 50 Euro dafür. Der Laptop kostet neu 380 Euro und wird bei eBay meistens um 350 Euro verkauft. Um auf Nummer sicher zu gehen würde ich mit 40 Euro für das Handy und 330 Euro für den Laptop rechnen. Somit wäre man bei einem Warenwert von 370 Euro. Wenn man das Handy und den Laptop selber nutzen möchte, rentiert sich dieses Angebot auf jeden Fall. Der Aufwand um die Zugaben gegen Gewinn zu verkaufen lohnt sich hingegen in den seltensten Fällen. Manchmal gibt es Angebote bei denen man bei sofortigem Verkauf vielleicht 200 Euro Gewinn realisieren kann, aber grundsätzlich würde ich dazu raten, die Zugaben selbst zu nutzen.

Was sollte man bei Schubladenverträgen beachten?

Wenn man alle Preise genau recherchiert und das Angebot durchgerechnet hat, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Man sollte noch kurz eine Suche bei Google zum Firmennamen des Verkäufers oder Händlers durchführen, um festzustellen, ob andere Kunden vielleicht schon schlechte Erfahrungen mit nichtgelieferter Ware oder ähnlichen Unliebsamkeiten machen mussten.

Der Tarif des Handyvertrags sollte noch auf versteckte Gebühren und Zusatzkosten durchgecheckt werden. Zusatzpakte wie SMS-Pakete oder Ähnliches erhöhen natürlich die Kosten. Manchmal werden solche Optionen jedoch nur für die ersten Monate kostenlos hinzugebucht um die Provision zu erhöhen und können dann problemlos gekündigt werden.

Wenn man sein neues Handy mit Auszahlung oder Zugabe und der neuen Simkarte bekommen hat, sollte man nach dem Auspacken und Ausprobieren mindestens ein oder zwei Gespräche führen und auch mal eine SMS verschicken, da es natürlich auffällt, wenn der Vertrag überhaupt nicht genutzt wird! Besonders geschickt ist es natürlich einen Schubladenvertrag mit Freiminuten oder Mindestumsatz abzuschließen!

Falls man den Vertrag nicht weiter nutzen möchte, was in der Regel der Fall sein wird, darf man natürlich nicht vergessen rechtzeitig die Kündigung abzuschicken. Die Kündigung zu schreiben ist aber sehr einfach und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Hier eine ausführliche Anleitung mit Hinweisen wie man eine Kündigung für einen Handyvertrag schreibt.

Tipp: Grundgebühren im Voraus auf das Kundenkonto überweisen und Abbuchungen vermeiden

Wenn man ein gutes Angebot mit neuem Handy und Auszahlung gefunden hat, aber nicht möchte, dass monatlich die Grundgebühren vom Konto abgebucht werden, kann man die ausbezahlte Summe auf sein Kundenkonto beim jeweiligen Mobilfunkbetreiber überweisen und hat so für die restliche Vertragslaufzeit Ruhe.

4 Kommentare »Mobilfunk, Schubladenverträge

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