Jul03
Die Blogmüdigkeit - Faulheit, Prokrastination oder normale (Anfangs-)erscheinung?
Gestern habe ich beim “Abarbeiten” des Feedreaders einen ziemlich langen Beitrag bei Robert Basic überflogen (was soll man auch machen, bei der Postingfrequenz und Themenvielfalt auf Basic Thinking…). Bislang nichts besonders und zu dem Zeitpunkt fand ich das Thema ebenfalls nicht sonderlich bemerkenswert und den im ersten Satz angesprochenen Theo kenne ich auch nicht.
Im letzten Absatz des Beitrags ging es dann aber um die “Blogmüdigkeit“. Abends habe ich mit dem Seoblogger Andreas Roth telefoniert und mit ihm über seine und meine Blogs sowie Webseiten gesprochen. Dabei kamen wir zufällig auch auf das Thema Postingfrequenz als Erfolgsfaktor zu sprechen. Ich muss/te beschämt zugeben, dass ich mich bei meinen Blogs bisher nicht dazu aufraffen konnte, dauerhaft Beiträge zu veröffentlichen. Bestes Beispiel: Dieses Blog hier!
Aber dieses Motivationsproblem ist nicht allein meines: Auch viele andere Blogger schreiben, dass es einiges an Disziplin braucht, um wirklich kontinuierlich, qualitative Beiträge zu veröffentlichen und selbst der Seoblogger verriet mir, dass er sich manchmal dazu überwinden muss, einen neuen Beitrag zu schreiben.
Also ist die so genannte “Blogmüdigkeit” anscheinend normal und “befällt” jeden Blogger irgendwann einmal. Die Frage ist nur, ob und wie man sie überwindet!
Julian Ulrich hat auf Eint.de schon öfter über dieses Phänomen geschrieben, beispielsweise wie man die Faulheit überwindet, oder 6 Dinge die man beim Bloggen beachten sollte. Außerdem erlebt man immer wieder, dass ein neues Blog einen fulminanten Start hinlegt und über ein oder zwei Monate wirklich durchgängig tolle Beiträge bringt, dann aber total “abstirbt”. All das würde ich der Blogmüdigkeit zuschreiben.
Nun aber die wichtige Frage: Wie verhindert man, dass die Blogmüdigkeit Besitz von einem ergreift?
Mir persönlich ergeht es eigentlich meistens so wie dem Abspannsitzenbleiber. Wenn mich ein Freund fragt, ob ich auf ein Bier oder eine Mountainbiketour mitkomme, dann lasse ich das Blog Blog sein und bin sofort ohne Reue weg. Abends im Bett denke ich zwar immer: “Eigentlich wolltest Du doch heute den Beitrag über XY fertig-/schreiben…”, aber ich ärgere mich nicht wirklich, da Bloggen für mich nur ein Hobby und kein wichtiger Teil meines Lebens ist.
Dieses Statement wird aber den Leuten, die einen wirklich erfolgreichen und vielleicht auch einträglichen Blog aufbauen wollen, nicht helfen, deshalb habe ich mal nach Motivationshilfen gegoogelt.
Natürlich findet man unter dem Suchbegriff “Blogmüdigkeit” erstmal nur Leidensgenossen, bislang sind es ungefähr 385. Wer sich also zu Anfang über das Phänomen an sich informieren will, sollte beim Wikipedia Artikel über Aufschieberitis oder Prokrastination starten. Dürfte den meisten Leuten sehr bekannt vorkommen, wenn nicht vom Bloggen, dann wahrscheinlich vom Lernen oder Arbeiten.
Wenn einen der Wikipedia-Artikel nicht genug aufschreckt, sollte man sich noch ein paar Beiträge anderer Blogger durchlesen. Die beste deutsche Anleitung zum Zusammenreißen und Anpacken, ist, meiner Meinung nach, die oben verlinkte 6-Punkte-Liste von Julian. Jörg Petermann von einfach-persönlich hat ebenfalls einen guten Beitrag darüber geschrieben, wie viel Zeit Bloggen kostet.
Englischsprachige Anleitungen gibt es Zuhauf von meinen beiden Lieblingsbloggern John Chow und Darren Rowse:
Die tägliche Effizienz steigern
Die 7 Gewohnheiten sehr erfolgreicher Blogger
5 Anregungen für schnelle Blog-Beiträge
Einen Vertrag mit sich selbst schließen
Ein Geheimnis zum Produktivitäts-Erfolg
Blog-Beiträge im Voraus schreiben (!)
Serien-Beiträger besser auf einmal schreiben
Nach der Lektüre dieser ganzen Beiträge, müsste eigentlich jeder erneut hoch motiviert ans Bloggen gehen. Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, ab heute spätestens alle 3 Tage einen guten, längeren Beitrag zu verfassen und hoffe jetzt nur, dass ich wegen der vielen Links in diesem Beitrag keinen Ärger wegen Trackback-Spam bekomme.
Hätte ich beinahe ganz vergessen: Ein weiterer, großer Motivationsschub für Blogger sind die Kommentare! Die meisten Blogger freuen sich auf jeden Fall genauso wie ihr über ermunternde oder weiterführende Kommentare. Also sorgt dafür, dass eure Beiträge kommentiert werden und kommentiert auch fleißig bei anderen!
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