Archiv für November, 2006

Keine Lust mehr auf Werbung

Nachdem ich gestern von dem “Motorola Razr V3 + Gratis Kaffee-Automat”-Angebot berichtete, habe ich mich noch kurz im Internet über Datenschutz, Datenverarbeitung und Datenspeicherung informiert und schnell einen Brief aufgesetzt um in Zukunft solchen Werbeangeboten Einhalt zu gebieten.

Da dem Angebot, wie es eigentlich meistens der Fall ist, ein sozusagen “frankierter” Rückumschlag (Empfänger zahlt) beilag, bot sich eine gute Gelegenheit dem Absender mitzuteilen, dass ich Zukunft keine weiteren Werbesendungen bekommen möchte. Der Umschlag war allerdings nicht an die Burda Direct GmbH adressiert, sondern an handy service, bzw. die tema GmbH & Co. KG in Offenburg. Da jedoch Burda Direct auch in Offenburg ansässig ist, dachte ich mir, dass der Brief bestimmt trotzdem die richtige Stelle erreicht.

Den Brief habe ich wie folgt formuliert:

Sehr geehrte Damen und Herren,
letzte Woche habe ich eine Werbesendung von Ihnen erhalten. Da ich in keiner Weise an Ihrem Produkt / Ihren Dienstleistungen Interesse habe, verlange ich, dass Sie sämtliche Daten von mir sofort löschen.
Vielen herzlichen Dank!
Mit freundlichen Grüßen

Dem habe ich dann noch folgenden Hinweis auf das Bundesdatenschutzgesetz hinzugefügt:

Gem. § 28 Abs. 3 und Abs. 4 Bundesdatenschutzgesetz kann der Betroffene bei der speichernden Stelle der Nutzung oder Übermittlung seiner Daten für Zwecke der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung widersprechen. Dann ist die Nutzung dieser Daten oder die Übermittlung für diese Zwecke unzulässig.

Ich hoffe mal, dass das genügt und bin gespannt, ob es irgendeine Antwort auf diesen Brief gibt.

Hier findet man Paragraph 28 des Bundesdatenschutzgesetz.

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Das Burda Direct “Spitzen Angebot”: Motorola RAZR und Beauty-Set

Da abonniert man den Focus und denkt sich dabei weiter nicht böses. Irgendwann merkt man dann, dass jedes Vierteljahr ein lustiger Brief von der Verlagsgesellschaft kommt, der über ein “ganz besonders attraktives Vorteils-Angebot” für Kunden informiert…

Als ich den Brief zum ersten Mal bekommen habe, fand ich es einfach nur lustig. Wenn man auf das Angebot eingeht, erhält man ein schickes Designhandy, das total veraltet ist und außer gut aussehen fast nichts kann. Zu dem Handy bekommt man je nach Angebot beispielsweise eine Digitalkamera, einen Kaffee-Automaten, einen DVD Player oder sogar ein 5-teiliges Beauty-Set von der weltbekannten Firma “BEAUTY VISION”. :-D

Wenn man sich auch nur etwas auskennt oder das Angebot aufmerksam durchliest, merkt man schnell, wie lächerlich das ganze ist. Selbst Leute, die sich überhaupt nicht mit Technik befassen und relativ wenig Ahnung haben, sollten bemerken, dass bei den meisten Artikeln kein Hersteller genannt ist und die Produkte schon so aussehen, als würden sie im 1-Euro-Laden um die Ecke verkauft werden. Die wunderschön präsentierte Digitalkamera beispielsweise, offenbart sich nach kurzem Blick auf die angegebenen Daten bestenfalls als Kinderspielzeug. Der Eyecatcher ist natürlich erstmal die 4.0 Megapixel Angabe, in der Klammer liest man dann jedoch “Software Interpolation”… Auf den zweiten Blick kann man dann noch mehr Lachen, sobald man “16 MB interner Speicher” liest. Dass 16 MB bei 4 Megapixeln allerhöchstens für 5 Bilder reichen, sollte auch jedem Laien klar sein.

Eigentlich brauche ich gar nicht weiter darüber schreiben. Ich könnte natürlich noch die “weiteren Vorteile, wie z.B. das passende Handy-Zubehör-Set gratis” erwähnen, aber eigentlich ist das schon nicht mehr zum Lachen, sondern einfach nur noch traurig. Denn da wäre ja noch der Tarif, bei dem man sogar den Netzbetreiber selbst auswählen kann. :-o

“Telefonieren ab 0,05 €/Min”, “keine monatliche Grundgebühr”, “keine Anschlussgebühr”. Das liest sich, wie der Rest des Briefes, erstmal ganz toll. Aber nach einer Sekunde Bedenkzeit sollten jedem die schwammigen Formulierungen auffallen. “In Ihrem Minutenpaket in Höhe von 9,95€ sind bis zu 199 Frei-Minuten Monat für Monat bereits enthalten.” – Bis zu? Was heißt “bis zu”? Hat man nun 199 Frei-Minuten oder nicht? Im Kleingedruckten ganz unten auf der Seite offenbaren sich dann Gesprächsgebühren von 0,05 € bis 0,69 €, “abhängig von Tageszeit, Tarif und Netz”…

Wie gesagt, am Anfang fand ich diese Briefe noch ganz lustig, aber inzwischen habe ich den Focus längt gekündigt und trotzdem habe ich letzte Woche noch eines dieser “Spitzen-Angebote” erhalten. Ich frage mich ganz ehrlich, warum diese Angebote so oft verschickt werden!? Wer geht darauf ein? Irgendwelche Leute müssen sich anscheinend von den ganzen Prämien und Extra-Artikeln etc. ködern lassen und dieses Handy mit 24-Monats-Vertrag bestellen. Wer macht bitte in Zeiten von Simyo und anderen Prepaid-Angeboten so was? Selbst einen besseren Vertrag findet man überall!

3 Kommentare »Mobilfunk

Der erste Beitrag

Es ist vollbracht, das Blog ist (endlich!?) eingerichtet und bereit für die ersten Einträge. :-)

Ab heute wird es hier, wie auch auf der Webseite, um Computer, Gadgets und das Internet gehen. Es ist zwar nicht so, dass es noch keine Blogs zu diesem Thema geben würde, aber es ist doch schön, wenn man als Leser eine große Auswahl hat. ;-)

Ich meine ich hätte kürzlich auch irgendwo in einem Blog gelesen, dass bei den meisten Blogs der einzige Leser der Blogger selbst ist, oder sowas in der Richtung. Natürlich finde ich jetzt den entsprechenden Eintrag nicht mehr, egal wie ich die Suche bei Google formuliere. Naja , wenigstens ist mir jetzt wieder etwas deutlicher geworden, warum sich social bookmarking immer mehr durchsetzt… Bei Google findet man nämlich nicht alles, sondern nur das, was der Google Algorithmus will. So oder so ähnlich formuliert es ja auch Mister Wong (“Jeder Suchende ist dem Algorithmus ausgeliefert”). ;-)

Nachdem ich jetzt gleich zu Anfang etwas vom Thema abgekommen bin, zum Abschluss nur noch ein Ausblick auf die nächste Woche: Da ich es dieses Wochenende leider nicht mehr geschafft habe, den ersten Test zu veröffentlichen und ein paar interessante, neue Produkte vorzustellen, werde ich das nun so schnell wie möglich nachholen.

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